Kleine Fahrer bei "Dublin Bus" unerwünscht – Bewerberin erstreitet Entschädigung

22. September 2010 | Von | Kategorie: Kurios

Eine Bewerberin auf eine Stelle als Busfahrer bei “Dublin Bus” wurde wegen ihrer Körgergrösse abgelehnt. Vor der Schlichtungsstelle für Gleichbehandlung gestand man ihr dafür eine Entschädigung von 6000 Euro zu.

Isabella Lazar, eine rumänische Einwanderin, hatte sowohl die Theorie- als auch die Fahrprüfung bereits bestanden. Bei der Gesundheitsuntersuchung teilte man ihr jedoch mit, dass sie die festgelegte Mindestgrösse verfehlte. Mit 1,57m sei sie 8 Zentimeter zu klein und wäre daher als Bewerberin ungeeignet. Darauf entgegenete sie, dass Frauen statistisch öfter klein wären und daher durch die Regelung strukturell benachteiligt würden. Ausserdem seien bei “Dublin Bus” nach Ihrer Beobachtung auch etwa Gleichgroße beschäftigt, allerdings nur Männer. Eine Sprecherin von “Dublin Bus” sagte, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass dem tatsächlich so sei. Ein hinzugezogener Gutachter bestätigte, dass die durchschnittliche Frau in Irland 1,62m groß sei und somit kleiner als die Vorgaben bei “Dublin Bus”. Dies sah die Schlichtungsstelle als Diskriminierung von Frauen an. Eine solch willkürliche Grössenbeschränkung sei nicht hinnehmbar.

Bildnachweis: wikipedia (Sir James)

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