Sicherheitsvorschriften gefährden 200 Fischerei-Jobs

9. Oktober 2010 | Von | Kategorie: Wirtschaft

Forschungstrawler in der Galway Bay

Eine von der irischen Regierung neugefasste Sicherheitsvorschrift für kleinere Trawler könnte bis zu 200 Arbeitsplätze in der Fischerei sowie 600 weitere Jobs an Land kosten, befürchten Fischereiverbände.

Nach der seit 1. Oktober gültigen neuen Regelung müssen sich alls Fischerboote zwischen 15 und 24 Meter Länge einer Begutachtung unterziehen um ein so genanntes “Fishing Vessel Safety Certificate” zu erhalten, das als Voraussetzung für die Fortsetzung des Fischereibetriebs gilt.

Von 99 Trawlern dieser Kategorie hätten sich mit Stand vom Montag 63 für die Untersuchung angemeldet, so Eibhlín O’Sullivan, die Geschäftsführerin der “Irish South and West Fish Producers Organization Ltd.”,welche viele Eigentümer der betroffenen Fischerboote betrifft. 36 Boote hätten die Fischerei eingestellt, erklärte O’Sullivan, gerade die Eigentümer der kleinere Trawler unter 18 Meter könnten die hohen Kosten des Zertifizierungsprozesses nicht aufbringen und müssten den Betrieb einstellen.

“Diese Fischer haben ihr ganzes Leben lang gefischt und wären auch in der Lage weitere 10 oder 20 Jahre zu fischen, aber sie haben die finanziellen Mittel nicht mehr.”, erklärte die Fischervertreterin und forderte die Regierung auf, das Regelwerk zu überarbeiten und neue Kriterien für kleinere Boote zu erarbeiten.

Die IS&WFPO respektiere das Ziel, die Sicherheit zu erhöhen, hält aber die eingesetzten Mechanismen für falsch, erklärte Eibln O’Sullivan. “Keiner schätzt die Sicherheit an Bord höher ein, als unsere Organisation uns unsere Mitglieder. Da aber die selben Standards für Schffen von 24 Metern ebenso für Schiffen von 15 Metern gelten, obschon diese in vollig unterschiedlichen Firschereiarten eingesetzt werden und anderen Umweltbedingungen ausgesetzt sind, passen die angewandten Standards nicht auf diese kleineren Schiffe.”

Der Verlust von 200 Jobs würde sich im derzeit herrschenden Wirtschaftsklima verheerend auf jeden Industriezweig auswirken, aber umso mehr auf die generationsabhängige Fischerei, beklagte O’Sullivan. “Wir schätzen, dass diese 200 Arbeitsplätze auf See weitere 600 Jobs an Land kosten werden, wenn diese Boote den Fischereibetrieb einstellen.

Bildnachweis: wikipedia

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FTI Touristik

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