Finanzminister Lenihan: Brauchen keinen Rettungsschirm

11. Oktober 2010 | Von | Kategorie: Politik

In einem Interview des Fernsehsenders Bloomberg TV erklärte der irische Finanzminister Brian Lenihan, er sei sich absolut sicher, dass Irland keiner Rettungsschirme des IWF oder der Europäischen bedürfe. Irland habe keine negative Zahlungsbilanz, so Lenihan, aber “ernsthafte Finanz- und Bankenprobleme zu lösen”. Dennoch räumte der Minister ein, dass der Haushalt des Landes derzeit “eine große Herausforderung” darstellt.

“Wir hatten vergangenes Jahr einen deutlichen Abschwung. Das Bruttosozialprodukt ist binnen eines Jahres um 10 Prozent zurückgegangen. Dieses Jahr konnten wir den weiteren Rückgang auf Null bringen. Das ist eine ganz schöne Wende”, zeigte sich Lenihan optimistisch. Irland werde dank starker Exporte wieder aus dem Defizit auftauchen, die Finanzierung des Landes bis Mitte 2011 sei gesichert.

Mit Ausblick auf den Haushalt des Landes betonte Lenihan “dass Steuern eine gewisse Rolle spielen würden”, wenn es um die Reduzierung des Defizits ginge und man in Bezug auf Kürzungen nichts ausschließen wolle; auch die Sozial- und Pensionsausgaben stünden auf dem Prüfstand. Man denke aber dennoch nicht an einer Erhöhung der Körperschaftssteuer über ihren derzeitigen Stand von 12.5 Prozent. “Wir haben viele IT-Firmen, Pharmaunternehmen, Hersteller von Medizintechnik und Bankdienstleister die einen enormen Beitrag zu unserer Wirtschaft leisten und wir wollen diese Investoren ermutigen, nicht entmutigen.”

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