Wirte kämpfen mit einer Website gegen Pub-Sterben

1. November 2010 | Von | Kategorie: Wirtschaft

Eine Internetplattform soll leere Pubs füllen.

Mit einer neuen Website wollen irische Publicans dem Pubsterben die Stirn bieten. Unter www.pubrepublik.com können sich ausgehwillige Nachtschwärmer anhand selbst zu setzender Parameter den für sie idealen Pub aussuchen – allerdings vorausgesetzt die Datenbank wird noch um einige Pubs erweitert.

Jahr für Jahr schließen mehr Pubs für immer ihre Türen, irlandweit sollen es alleine dieses Jahr über 550 sein, so eine Prognose der Vintners Federation of Ireland (VFI), in der über 4500 Pubs organisiert sind. Durch die Schließungen seien nur im ersten Halbjahr 2010 bereits 3000 Jobs in den Pubs und von der Gastronomie abhängigen Betrieben verloren gegangen, 2011 könnte die Zahl au 5000 verlorene Jobs steigen, verlautete es bei der VFI.

Diesem schleichenden Verfall des traditionellen Pubs will Paul Upstone aus dem County Tipperary nun einen Riegel vorschieben. Der Sohn eines Gastwirts hat die Website www.pubrepublik.com ins Leben gerufen, eine Pubdatenbank, die dem unentschlossenen Nächtschwärmer eine angemessene Auswahl an Public Houses präsentieren soll. Die ursprünglich nur auf das County Cork beschränkte Website wurde erweitert und soll nun in allen 26 Countys der Republik Irland das Pub ins Gedächtnis der Menschen zurückrufen.

Pub in Dublin

Ein Auswahlformular lässt den Kunden nach Ort, Event oder gewünschten Services vorauswählen und schlägt passende Lokale vor. Auf Mausklick kann die Ansicht erweitert werden, um mehr Informationen und Bilder abzurufen. Ob pubrepublik.com letzten Endes Erfolg beschert werden wird, steht derzeit noch in den Sternen. Mit der augenblicklich verfügbaren Auswahl wird die Rettung des Irish Pubs indes nicht gelingen, gerade mal ganze 73 Pubs in 18 Countys sind derzeit in der Datenbank registriert. Auf Dauer wird das in dieser Form keine Hilfe bringen.

Und dabei wäre wirkungsvolle Hilfe doch so wichtig, weiß auch der Sprecher der VFI. Sollte das Pubsterben wie bisher weitergehen, drohe dem Land der Verlust der Steuereinnahmen aus dem Alkoholverkauf sowie weiterer Jobabbau in den Pubs – es sei denn, die Regierung wäre bereit einige Restriktionen zu lockern. Con Dennehy, Vertreter der VFI in Cork sagt, er habe noch keine Krise dieses Ausmaßes im Bereich der Pubs erlebt.In Cork haben in den letzten 12 Monaten 130 Pubs den Zapfhahn stillgelegt.

Internet: www.pubrepublik.com

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