33 Grindwale stranden auf Rutland Island

8. November 2010 | Von | Kategorie: Umwelt

33 Grindwale sind vermutlich im Laufe des Samstags an der Küste von Rutland Island gestrandet und verendet. Die Tiere hatten sich schon mehrere Wochen in dem Gewässer vor der Küste von West Donegal aufgehalten. Ein Team des Galway-Mayo Institute of Technology hat die Wale inzwischen vor Ort untersucht. Ein möglicher Zusammenhang des Todes der Meeressäuger mit einem britischen Marinemanöver vor der schottischen Küste ist derzeit noch ungeklärt.

Ein Seemann an Bord der Fähre von Burtonport nach Arranmore hatte gegen Sonntagmittag die Walkadaver auf der unbewohnten Rutland Island entdeckt, berichtete Fährbesitzer Seamus Boyle den Medien. “Wir hatten die Tiere schon seit letztem Montag beobachtet aber seit Donnerstag haben wir sie nicht mehr gesehen. Wir vermuten, dass sie irgendwann zwischen dieser Zeit und dem Wochenende gestrandet sind”, erklärte Boyle. “Sie können jedoch noch nicht lange tot gewesen sein, denn als mein Crewmitglied sie fand, waren noch Spuren ihrer Schwänze im Sand.”

33 Grindwale sind am Samstag an einer irischen Insel gestrandet

Unmittelbar nach dem Fund der toten Wale reiste ein Team des Galway-Mayo Institute of Technology nach Rutland Island um die Ursache für das Massensterben zu ergründen. Die Wissenschaftler nahmen zu diesem Zwecke Haut- und Gewebeproben der Grindwale, auch um zu eruieren, ob es sich um dieselben Tiere handelte, die schon vor Schottland aufgefallen waren.

Forscher der “Irish Whale and Dolphin Group” (IWDG) vermuten, dass es sich bei den gestrandeten Säugern um eine Walschule handelt, die von der Britischen Küstenwache und der “Scottish Society for the Prevention of Cruelty to Animals” (SSPCA) vor der Hebrideninsel South Uist in einem gestressten und verstörten Zustand gesichtet worden waren. Schon zu diesem Zeitpunkt gab es Befürchtungen, die Wale könnten stranden doch dann verließ die Gruppe mit mehren Jungtieren die Gegend.

Grund für die Orientierungslosigkeit der Tiere könnte nach Ansicht der Experten ein Manöver der britischen Marine gewesen sein. “Bei Marineübungen wird oft ein NIederfrequenzsonar eingesetzt, von dem bekannt ist, dass es Wale schwer schädigen kann”, erklärte Dr. Simon Berrow von der IWDG. “Wir wissen, dass die Britische Marine zur fraglichen Zeit in der betreffenden Gegend vor Schottland aktiv war, auch wenn von Marineseite eine Übung nicht bestätigt wurde.”

Berrows Kollege Mick o’Conell bestätigte, dass Massenstrandungen in Irland nicht ungewöhnlich aber eher selten seien. In den 1960ern strandeten 60 Wale in West Kerry, 2001 wurden 40 Grindwale an einem Strand in Nordkerry entdeckt.

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