Mobile Blitzer schwärmen ab Montag aus

14. November 2010 | Von | Kategorie: Verkehr

Autofahrer aufgepasst – “gosafe is watching you”. Mit 45 mobilen Blitzern soll ab Montag Irlands Autofahrern noch mehr auf den Zahn respektive den Tacho gefühlt und die Zahl der Verletzten und Toten im Straßenverkehr verringert werden. Das im Auftrag der irischen Regierung operierende Privatunternehmen “gosafe” wird mit Beginn der Woche seinen Dienst aufnehmen und zusätzlich zu den Gardai aus eigens dafür eingerichteten Vans Geschwindigkeitskontrollen vornehmen. Insgesamt sollen die mobilen Teams bis zu 6000 Kamerastunden im Monat liefern.

Britischer Kamera-Van - Mit ähnlichen Fahrzeugen nimmt das private gosafe-Konsortium am Montag seinen Dienst auf

Mehr als zehn Jahre liegen zwischen der ersten Willenserklärung der Regierung zur Schaffung einer eigenen Agentur für Geschwindigkeitsüberwachung und ihrer jetzigen Einführung. Mit 65 Millionen Euro ist der Fünfjahresvertrag mit dem privaten “gosafe”-Konsortium dotiert, durch den erstmals in der Geschichte Irlands hoheitliche Aufgaben der Polizei an ein Privatunternehmen vergeben werden.

Die in gekennzeichneten Vans untergebrachten Kameras sollen vor allem die im ganzen Land verteilten rund 600 Unfallschwerpunkte, auch als “Accident Black Spots” bekannt, überwachen – völlig unabhängig von Tageszeit oder Wettersituation. Sofern technisch und personell durchführbar sollen sämtliche Überwachungsstellen immer mit zwei Fahrzeugen besetzt werden, so dass beide Richtungsfahrbahnen effizient kontrolliert werden können.

Wo und wann genau kontrolliert wird, entscheidet auch weiterhin die Garda. Zu diesem Zweck wurde extra das “Office for Safety Camera Management” (OSCAM) eingerichtet. Die genaue Lage der gesammelten Überwachungsgebiete können Autofahrer auf der Website der Garda jederzeit abrufen – nicht aber die Standorte aktueller Kontrollen.

Und wenn es dann wirklich mal aus dem “gosafe”-Van blitzt, dürfen sich die ertappten Autofahrer über dieselben Sanktionierungen – Bußgelder und Strafpunkte – freuen, wie von den Gardai ertappte KFZ-Lenker. Apropos Gardai – die werden ihre eigenen Kontrollen mit ihren acht mobilen Kameraeinheiten und ihren 400 Laserpistolen selbstverständlich fortsetzen.

Die deutliche Verschärfung der Kontrollen stößt bei der “PARC Road Safety Group”, einer im Co. Donegal als Selbsthilfegruppe gegründeten Hilfsorganisation auf Zustimmung. “Wir begrüßen diese Kameras, sie sind mehr als überfällig”, erklärte PARC-Gründerin Susan Gray. Lediglich an der Praxis der Punktevergabe öüßert Gray leise Kritik. “Wir machen uns über die ausgeteilten Punkte ein wenig Sorgen, da viele nicht wirklich einem Punktekonto zugeordnet werden, weil sie nicht von einem Gericht ausgesprochen wurden.

Im Video: die “gosafe”-Kamera-Vans

Bildnachweis:

Tags: ,

Schreibe einen Kommentar

Achtung: Mit Abgabe eines Kommentars erkläre ich mich damit einverstanden, dass alle eingegebenen Daten und meine IP-Adresse ausschließlich zum Zweck der Spamvermeidung durch das Programm Akismet in den USA überprüft und gespeichert werden.
Ihre Daten werden dabei mit den Daten bekannter Spamversender abgeglichen und vier Tage gespeichert, eine weitere Verwendung ihrer Daten findet nicht statt.
Weitere Informationen zur Funktionsweise von Akismet und Widerrufsmöglichkeiten..