Gesetz soll exzessive Windhundzucht eindämmen

5. Dezember 2010 | Von | Kategorie: Politik

Ein noch im Sommer kontrovers von der Regierungskoalition diskutiertes Gesetz zum Schutz von Windhunden wurde diese Woche vom irischen Kabinett verabschiedet. Die Richtlinie sieht neben einem Mindestalter von Hündinnen eine Maximalzahl von Würfen vor. Verstöße gegen das neue Gesetz sollen mit Geldbußen und Haftstrafen geahnet werden können.

Das Windhundschutzgesetz 2010, so sein offizieller Name, hatte im Sommer zusammen mit mehreren anderen Tierschutzverordnungen zu Spannungen zwischen den Grünen und einigen Fianna Fail Abgeordneten vom Land geführt. Nach der neuen Richtlinie für die Windhundzucht sollen Hündinnen maximal sechsmal Junge bekommen dürfen. Eine Ausnahme von zwei zusätzlichen Würfen kann nur dann beantragt werden, wenn ein Tierarzt die Unbedenklichkeit bescheinigt. Außerdem wurde das Mindestalter für den ersten Wurf auf 15 Monate festgesetzt. Auf diese Weise solle einem exzessiven Züchten auf Kosten der Hunde ein Riegel vorgeschoben werden.

Verstöße gegen das Windhundschutzgesetz können mit Geldstrafen bis zu 5000 Euro oder sechs Monaten Haft geahndet werden. Das Gesetz soll Taoiseach Brian Cowen und Umweltminister John Gormley zufolge am 1. Januar 2011 in Kraft treten.

Das Gesetz steht in Zusammenhang mit dem im Juli verabschiedeten “Dog Breeding Establishments Act” dem zufolge sich Züchter mit vier oder mehr Hündinnen als Zuchtbetrieb registrieren müssten. Unregistrierte Zuchtbetriebe würden nur für eine kurze Übergangsfrist geduldet. Lokal ansässige Inspektoren sollen die Einhaltung des Gesetzes überwachen.

Zusätzlich enthaltene Regelungen betreffen die Identifizierung von Windhunden sowie die Verfolgbarkeit im Falle eines Verkaufs der Hunde. Nicht betroffen von der Regelung sind Windhunde, die als reine Haustiere gehalten werden, wohl aber Hunde, die im Irish Greyhound Stud Book eingetragen sind, einschließlich eingetragener Rennhunde. Würfe von Hündinnen unterhalb der Altersgrenze von 15 Monaten können nicht eingetragen und als Rennhunde zugelassen werden.

Bildnachweis: wikipedia (D. Schön)

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