Irische Ärzte vermelden massiven Anstieg der Schweinegrippe-Infektionen

7. Januar 2011 | Von | Kategorie: Gesundheit

Hausärzte in ganz Irland verzeichnen derzeit einen massiven Anstieg der Schweinegrippe-Erkrankungen. Alleine in der vergangenen Woche stiegen die neu diagnostizierten Infektionen mit dem H1N1-Virus im Vergleich zur Vorwoche um mehr als 100 Prozent auf insgesamt 5.400. 26 Patienten müssen intensivmedizinisch betreut werden.

Die Mediziner auf der grünen Insel rechnen indes mit einem weiteren Anstieg der Erkrankungen im Verlauf der kommenden Wochen wenn Schulen und Unternehmungen nach dem Weihnachtsurlaub wieder den Betrieb aufnehmen.

Dr. Tony Holohan, leitender medizinischer Direktor im Gesundheitsministeriumm, hält es sogar für möglich , dass die Zahl der Schweinegrippe-Fälle sogar die Spitzenwerte der Pandemie-Welle von 2009 übertreffen könnte. Damals wurden wöchentlich 200 neue Fälle pro 100.000 Einwohnern registriert, derzeit liegt die Quote noch bei 120 neuen Erkrankungen pro 100.000 Einwohnern.

Auch in Nordirland vermelden die zuständigen Behörden einen Anstieg der H1N1-Infektionen, wie die zuständige Public Health Agency (PHA) mitteilte. In der letzten Dezemberwoche waren dort 185 Infektionen registriert, 49 mehr als in der Vorwoche.

Eine Knappheit an Schweinegrippe-Impfstoff erwartet die PHA indes nicht. Man habe ausreichende Mengen Impfstoff bevorratet.
The PHA has said it is confident there will be no shortage of swine flu vaccines in Northern Ireland.

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2 Kommentare auf "Irische Ärzte vermelden massiven Anstieg der Schweinegrippe-Infektionen"

  1. Bernd Biege sagt:

    In ganz Irland? Nein – war gerade bei meinem Dorfschamanen … äh … GP eben wegen einer heftigen, festsitzenden Erkältung und der meinte, dass in unserer Gegend so gut wie keine Fälle seien.

    Aber Virusgrippen anderer Art durchziehen die Insel, begünstigt vor allem dadurch, dass die Leute jetzt seit Wochen eng aufeinander hocken, wenig rausgehen, verbrauchte Luft recyclen … und teilweise mangels Wärme (Brennstoffpreise!) noch anfälliger sind. H1N1 ist da nur “einer unter vielen”, aber recht heftig (über ein Dutzend Tote in Nordirland seit November).

    Das Problem liegt teilweise auch in der Differenzierung: Man vergleiche die Infektionszahlen oben Nordirland vs. Republik und dann die wirklich in der Klinik behandlungspflichtigen Fälle. Meine feste Überzeugung ist, dass die Modekrankheit “Schweinegrippe” oft aus verschiedensten Gründen auf die Diagnosezettel kommt, wenn es sich tatsächlich um eine andere Art der Grippe/Erkältung handelt. In der Praxis sagt der GP schlicht “klingt wie Schweinegrippe”, schickt den Patienten mkit Medikamenten in Hausquarantäne und das war’s.

    • admin sagt:

      >>> Meine feste Überzeugung ist, dass die Modekrankheit “Schweinegrippe” oft aus verschiedensten Gründen auf die Diagnosezettel kommt, wenn es sich tatsächlich um eine andere Art der Grippe/Erkältung handelt. In der Praxis sagt der GP schlicht “klingt wie Schweinegrippe”, schickt den Patienten mkit Medikamenten in Hausquarantäne und das war’s. <<<

      Ist doch bei uns genauso. So unterschiedlich sind die Symptome ja auch nicht und Tamiflu wird so oder so verschrieben, also was soll's. Wird halt die Panikstatistik wieder hochgeschraubt. Hier steigen auch gerade wieder die Zahlen – sagen die Medien.;-)

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