U-Bahn-Bau gefährdet Dubliner Geburtsklinik

19. Januar 2011 | Von | Kategorie: Jetzt lesen

Die irische Planungsbehörde An Bord Pleanala hat einen Eilantrag des Dubliner Rotunda Hospitals abgelehnt, das Fruchtbareitszentrum der Klinik noch vor dem Baubeginn zur Metro North in einen weiter von der Trasse entfernten Neubau zu verlegen. Experten haben begründeten Grund zur Annahme, dass die von den Tunnelbohrmaschinen ausgehenden Vibrationen schwerwiegende Auswirkungen auf die in der Klinik vorgenommenen Fruchtbarkeitsbehandlungen.

Ein ähnlicher Tunnel soll bald unter den Gebäuden des Rotunda Hospitals gebaut werden.

Spätestens ab 2012 sollen die Röhren für die Metro North, die das Zentrum von Dublin mit dem Flughafen verbinden werden, gegraben werden. Die Trasse dieser neuen Untergrundbahn unterquert dabei direkt das Klinikgelände des Rotunda Hospitals, der traditionellen Geburtsklinik in der Parnell Street und im speziellen dessen Fruchtbarkeitszentrum, die Human Assisted Reproduction Ireland (HARI).

Während mehrerer Anhörungen im Rahmen der Metroplanungen wurden erstmals Befürchtungen laut, der Bau könnte sich potenziell auf die Entwicklung der HARI und anderer Kliniken und Stationen des Krankenhauses auswirken. Es kristallisierte sich heraus, dass man etliche Bereiche des Krankenhauses würde verlegen müssen, sollten die Pläne in die Wirklichkeit umgesetzt werden. Die Lärmbelastungen durch die Tunnelbohrungen im Untergrund wären nachts extrem hoch und auch tagsüber signifikant hoch.

Aus diesem Grunde bemühte sich das Hospital um eine Planungsgenehmigung für den Bau eines neuen Fruchtbarkeitszentrums bevor der Bau der Metro Anfang 2012 beginnen würde. Wegen des zu erwartenden Baulärms der Metro entschloss man sich schnell den Bau eines neuen Zentrums weiter entfernt vom derzeitigen Standort anzugehen.

Aufgrund der Dringlichkeit richtete das Rotunda Hospital den Antrag im Rahmen eines neuen so genannten “beschleunigten Verfahrens” direkt an die Planungsbehörde. Der Eilantrag wurde mit dem Status des Krankenhauses als “strategischer Infrastruktur” begründet, der von der Planungsbehörde nun aber zurückgewiesen wurde. Das Krankenhaus sei keine Einrichtung der “strategischen Infrastruktur” beschied das Mat und verwies das Krankenhaus auf das normale Planungsverfahren.

Bildnachweis: wikipedia

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