Aer Lingus: Streit um neue Dienstpläne eskaliert

20. Januar 2011 | Von | Kategorie: Wirtschaft

Etwa 2600 Aer Lingus Passagiere werden ihre Reisepläne heute wohl über den Haufen werfen müssen, wenn wie geplant, 34 Flüge auf innereuropäischen Routen gestrichen werden. Dies stellt den bisherigen Höhepunkt des Streits zwischen Kabinenpersonal und Geschäftsführung dar, der seit Montag immer verbissener geführt wird.

Bis gestern haben bereits 82 Beschäftigte ihre Jobs bei Aer Lingus verloren, weil sie sich nicht an die neu eingeführten Dienstpläne halten wollten. Weitere 50 Angestellte haben schon Termine bei der Geschäftsführung und müssen mit ihrer Entlassung rechnen, sollten sie nicht einknicken. Laut Fluggesellschaft weigern sich im Moment 130 Mitarbeiter der Kabinencrews, die neuen Arbeitspläne so zu akzeptieren.

Die Gewerkschaft “Impact” hat den Streit nun vors Arbeitsgericht gebracht. Aer Lingus sieht jedoch weder Anlass noch Spielraum für Gespräche. Die Gewerkschaft findet die Dienstpläne familienfeindlich und unnötig beschwerlich für das Personal. Um die vereinbarte Erhöhung der Flugstunden der Kabinencrews auf 850 Stunden pro Jahr zu erreichen, wären die neuen Pläne in dieser Form ebenfalls unnötig.

Das Management, auf der anderen Seite, schiebt die Schuld an den Flugausfällen allein auf die Gewerkschaft: “Die Verantwortung für die ausfallenden Flüge liegt allein bei den Gewerkschaftern von Impact, die sich immernoch quer stellen, trotz 15 Monaten Verhandlungen, Vereinbarungen, Klärungen und verbindlichen Abschlüssen.”

Wie sich der Streit weiter entwickelt, ist derzeit noch unklar. Klar ist jedoch, dass die Fluglinie nicht einfach ihre Kunden sitzenlassen sollte wegen innerbetrieblichem Zwist.

Informationen über aktuelle Ausfälle gibt es direkt bei Aer Lingus.

Bildnachweis: flickr (by Dean Morley)

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6 Kommentare auf "Aer Lingus: Streit um neue Dienstpläne eskaliert"

  1. Bernd Biege sagt:

    Nettes Archivbild – die Maschinen gibt es lange nicht mehr bei Aer Lingus. Und Aer Lingus Commuter ist auch längst Vergangenheit.

  2. admin sagt:

    Hallo Bernd,

    Dein scharfes Auge hat es auf Anhieb erkannt. Ich werde mal sehen, ob ich ein aktuelleres Bild finde, das frei verwendet werden darf. In der Hinsicht sind wir gegenüber den Wahliren doch sehr im Nachteil. Mal schnell für ein Foto loszischen ist von Augsburg aus einfach nicht drin. Und mein Diaarchiv ist zwar groß, aber halt auch nicht tagesaktuell ;-)

    Trotzdem Danke für Dein Feedback und Deine aufmerksame Lektüre.

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