Gitarrenlegende Gary Moore ist tot

7. Februar 2011 | Von | Kategorie: Kultur, Musik

Der Tod ereilte ihn völlig unerwartet im Spanienurlaub. Am frühen Sonntagmorgen wurde Gary Moore, ehemals Mitglied der irischen Rockband Thin Lizzy und als Bluesgitarrist zur Legende geworden, in seinem Hotelzimmer im spanischen Estepona tot aufgefunden. Fans und Weggefährten des in Belfast geborenen Ausnahmemusikers zeigten sich in ersten Stellungnahmen geschockt. Moore wurde 58 Jahre alt.

Gary Moore, 1952 - 2011

Auf seiner Website wirbt das Kempinski Resort in Estepona mit dem Slogan “Kempinski Hotel Bahía hat eine Lösung für den Winter Blues 2011″ – hier war Moores lebloser Körper am frühen Sonntagmorgen in seinem Hotelzimmer aufgefunden worden, teilte sein Management mit. Keine Auskünfte gab es zu den näheren Umständen des Auffindens sowie zur Todesursache des Ausnahmemusikers.

Die Liste der Musiker, mit denen Moore im Laufe seiner Karriere zusammenarbeitete, liest sich wie das “Who is Who” zeitgenössischer Musik. Die Beatles, Elvis Presley, George Harrison, Ozzy Osbourne, die Beach Boys und B.B. King – sie alle schätzten die virtuosen Akkorde dieses Robert William Gary Moore, der im April 1952 in Belfast das Licht der Welt erblickte.

Mit 16 Jahren machte sich Moore einen ersten Namen als Gitarrist, als er in Dublin der Formation “Skid Row” beitrat, der auch der spätere Thin Lizzy-Frontmann Phil Lynott angehörte. Nach einem wenig erfolgreichen Solo-Album ersetzte Moore 1974 für wenige Monate den Thin Lizzy Gitarristen Eric Bell, nur um die Band seinerseits nach Differenzen wieder zu verlassen.

1979 führte die musikalische Freundschaft Lynott, Morre und Thin Lizzy wieder zusammen, das Album Black Rose war das hörbare Ergebnis der erneuten Zusammenarbeit. Doch die Harmonie war nicht von langer Dauer und Moore begann sich in den 1980er Jahren unter anderem mit seinen Alben “Victims of Future” und “Run for Cover” als Solokünstler im Hardrock zu etablieren.

Seinen größten Erfolg feierte Gary Moore jedoch Anfang der 90er Jahre mit dem Titel “Still got the Blues”, der Moore wegen einer Urheberrechtsklage sogar vor den Kadi brachte. Das Gericht entschied, dass das Gitarrensolo in “Still got the Blues” bereits in den 70er Jahren von einem deutschen Musiker geschaffen worden war.

2009, nach zahlreichen Blues-Alben kündigte Moore an, nach einem weiteren Album seiner Blues-Karriere zu beenden und nach Erfüllung seines (Blues-)Plattenvertrags zusammen mit den Folk-Legenden “The Chieftains” ein Album mit keltisch geprägtem Rock aufnehmen zu wollen. Doch soweit sollte es nicht mehr kommen.

Gary Moore wurde nur 58 Jahre alt.

In ersten Statements zeigten sich Kollegen und Weggefährten entsetzt. Bersonders geschockt reagierten die ehemaligen Bandkollegen von Thin Lizzy. “Ich kann noch nicht glauben, dass er nicht mehr da ist,” sagte Thin Lizzy-Mitbegründer Brian Downey. Geschockt habe ihn die Nachricht, erklärte Eric Bell, Moores Vorgänger bei Thin Lizzy. Moores Website wurde am Sonntag vom Netz genommen, lediglich folgende Nachricht ist dort noch zu finden:

It is with deep sorrow and regret, that we have to
announce that Gary Moore passed away while on
holiday in Spain last night.

Our thoughts are with his children, family and friends at this sad time.
Gary Moore, RIP
1952-2011

Hier noch ein ganz besonderer Leckerbissen: Zwei Legenden, eine Bühne – Gary Moore und B.B. King.

Bildnachweis: wikipedia (livepict.com)

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