Killer Shrimp bedroht irische Unterwasserwelt

27. Februar 2011 | Von | Kategorie: Umwelt

Eine kleine Krebsart mit dem klingenden Namen Dikerogammarus villosus ist der Grund für große Besorgnis unter irischen Fischern. Der ursprünglich aus dem Schwarzen Meer stammende räuberische “Große Höckerflohkrebs” breitet sich in rasender Geschindigkeit in Ökosystemen aus und sorgt durch sein aggressives Vordringen auch zum Aussterben heimischer Arten. Nun soll das Vordringen des Krebses in irische Binnengewässer verhindert werden.

Seit mehreren Jahren beobachten Biologen die rasante Verbreitung des winzigen Wasserräubers, der wie es scheint, seine Beutetiere oft nur aus reiner Jagdlust erlegt und sie tot zurücklässt. Unter irischen Fischern hat der Höckerflohkrebs daher schon den Spitznamen “Natural prawn killer” in Anlehnung an den Oliver Stone Thriller von 1994.

In Mitteleuropa hat sich das wanderlustige Krebslein schon in nahezu allen Binnengewässern ausgebreitet, kürzlich wurde es nun das erste Mal in Großbritannien nachgewiesen. Nun soll verhindert werden, das der Höckerflohkrebs auch von irischen Binnengewässern Besitz ergreift. So sollen die Kapitäne von Jachten und Fischerbooten ihre Schiffe sterilisieren lassen, bevor sie damit von der See auf die Binnengewässer wechseln um eine Einschleppung zu verhindern.

Kevin Flannery, einer der führenden Meeresbiologen des Landes warnt vor den schädlichen Auswirkungen auf Flüsse und Seen, sollte der Krebs in Irland heimisch werden. “Das könnte schreckliche Folgen für unsere heimischen Arten haben, da der Höckerflohkrebs die Hauptnahrung für Forelle, Lachs und andere einheimische Spezies verspeist und ausrottet,” so Flannery.

“Unsere Süßwasserflora und Fauna ist so anfällig für Faktoren wie Klimawechsel, Landwirtschaft, und Einleitungen aus Haushalten und Klärgruben. Diese eindringenden Arten sind sehr aggresiv und verdrängen heimische Arten und verändenr so die ganze Umwelt und das Ökosystem.”

Der “Killer Shrimp” gilt wegen seinen größeren Ausmaßen als tödlicherer Räuber als die heimischen Shrimparten. Er greift Insektenlarven ebenso an wie Kleinfische und heimische Shrimparten und zerstört so die natürliche Nahrungskette, was wiederum die Bestände von Forelle und Lachs, Rotauge oder Rotkarpfen gefährdet.

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