Proteste gegen Windpark-Bau in Donegal

5. März 2011 | Von | Kategorie: Umwelt

Aufruhr in Donegal – Umweltschützer laufen Sturm gegen die Genehmigung eines aus dreizehn Windrädern bestehenden Windparks. Die irische Planungsbehörde An Bord Pleanála hatte zuvor den Antrag eines Investors für die Anlage im landschaftlich schönen Gaeltacht-Gebiet nahe Glenties abgesegnet.

Eine Bürgerinitiative will den Bau von Windkraftanlagen in der wildromantischen Landschaft von Donegal verhindern.

In 80 Meter Höhe sollen sich die 13 Windräder mit einem Durchmesser von 90 Metern künftig drehen und die vorherrschenden Winde zur Erzeugung nachhaltiger Energie nutzen, ganz im Sinne des “National Renewable Energy Action Plans” demzufolge bis zum Jahr 2020 40 Prozent der genutzen Elektrizität in Irland aus regenerativen Quellen stammen sollen.

Soweit, so gut – doch was einerseits die Umwelt schont, verschandelt sie auch, argumentieren die Vertreter der Gweebarra Conservation Group, die gegen die Windräder mobil machen. “Keiner würde es billigen, wenn im Regenwald Bäume gefällt würden, um Windräder zu errichten, aber das ist genau, was diese Regierung tut, indem sie Investoren steuerliche Anreize für die Zerstörung unserer Hügel und Moore bietet. Die Moorlandschaften dieser Gaeltacht sind, was die Aufnahme von CO2 betrifft, genauso wichtig wie die Regenwälder,” argumentiert die Gruppe, die für die Bewohner der Region auch Gesundheitsgefährdungen durch die Hochspannungsleitungen befürchten. “Diese Leitungen erhöhen nachgewiesenermaßen die Krebsraten, wenn sie im Umkreis von zwei Kilometern um die Häuser der Menschen platziert werden.”

Einen ersten Erfolg konnten die Windrad-Gegner schon feiern. Von ursprünglich 35 geplanten Turbinen dürfen nur die nun genehmigten 13 errichtet werden. Das Donegal County Council hatte zunächst die Zahl der möglichen Turbinen auf 19 verringert.

Dann waren von Seiten des Umweltministerium Bedenken gegen die geplante Windfarm erhoben worden. Es wurde befürchtet , dass der Bau Lebensräume von Flußperlmuschel, Atlantischem Lachs und Fischotter “erheblich beschädigen oder zerstören könnte” – allesamt Arten, die nach der EU-Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie unter Schutz stehen.

In ihrer Entscheidung berücksichtigte An Bord Pleanála die Bedenken und ordnete die Reduzierung des Windparks um weitere sechs Windräder an “um das Risiko der Schwächung der Lebensräume und der mit dem Bau verbundenen Umweltverschmutzung zu reduzieren.”

via Irish Times
Bildnachweis: A. McCarron – wikipedia / geograph.org.uk

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