Und alle haben es gewusst: Guinness schmeckt in Irland am besten

11. März 2011 | Von | Kategorie: Allgemein, Essen & Trinken

Was Guinnesstrinker auf der ganzen Welt schon immer gewusst haben, wollen Wissenschaftler nun auch faktisch bewiesen haben: Der schwarze Hopfensaft aus der St. James’ Gate Brewery schmeckt auf der grünen Insel einfach besser als irgendwo anders.

Schmeckt in Irland am besten: Guinness

Ob man als regelmäßiger Genießer eines Pints Guinness wirklich eine wissenschaftliche Bestätigung gebraucht hätte, dass der “black stuff” in seiner Heimat am geschmackvollsten den Gaumen streichelt, ist fraglich. Aber vielleicht hatten die Experten des Institute of Food Technologists in Chicago auch einfach nur Durst, schließlich gibt es in der Stadt, die am St. Patricks Day den Fluß grün färbt, nicht wenige Menschen, denen eher Guinness als Blut durch die Venen fließt.

Die Suche nach dem besten Pint wurde in über 30 Städten in 14 Ländern durchgeführt. Zu diesem Zweck wurden insgesamt 103 Amateur-Tester aus verschiedenen Ländern angeworben, die schließlich die Geschmackstest durchführten. Dabei wurden verschiedenste Faktoren, unter anderem das Ambiente des Pubs, das Aussehen des Biers, Geschmack und Nachgeschmack, bewertet.

Die Bewertungsbögen wurden von den Wissenschaftlern ausgewertet und aus den ermittelten Wertenwurde eine Art “Genusskoeffizient” errechnet. Das Ergebnis: Auf einer Bewertungsskala von 1 bis 100 landete das Guinness in seinem Heimatland bei einem “Genusskoeffizient” von 74. Außerhalb Irlands erreichte der Genuss mit Müh und Not 57 Punkte.

Sucht man nach Erklärungen für das doch sehr eindeutige Ergebnis, weiß Pete Brown, gefeierter Autor eines Bierbuchs, wie es zu diesen Werten kommt. Seiner Aussage zufolge ist der Guinnessgenuss in Irland der Endpunkt eine Pilgerfahrt für Bierliebhaber und so sei es keine Überraschung, dass sie das Bier dort mehr schätzten als anderswo.

“Es gibt ein Gefühl der Authentizität wenn man Bier in seiner ‘Heimat’ trinkt, so dass das Ambiente einer Irish Pubs seinesgleichen sucht. Die Menschen fahren nach Dublin um ein Pint des schwarzen Stoffs zu bestellen, das heißt man bereitet sich schon auf diese Befriedigung vor, noch bevor das Bier die Lippen passiert hat,” weiß Brown.

Doch Gefühl alleine macht nicht den Unterschied zwischen dem o’Donoghues in Dublin und einem x-beliebigen Irish Pub in Deutschland. Vielmehr geben ganz alltägliche Faktoren den Ausschlag – zum Beispiel die Ausschankmenge. In einem Dubliner Pub können sich Guinness-Connoisseurs sicher sein, dass die Quelleschon den ganzen Tag sprudelt, in Wanne-Eickel kann dagegen schon mal das Pils einen Tag lang das Rennen gemacht haben und das Guinness hat es sich in der Leitung bequem gemacht.

Und nur, weil wir im Urlaub auf der Insel gerne Guinness trinken, heißt das nicht, dass wir das Bier kennen. Ein Ire kennt das Guinness vom ersten Tropfen der ins Glas schwappt bis zum Schaumrest, der im leeren Glas kleben bleibt. Die täglichen Trinker wissen, wie kalt das Bier gehört, wie der Schaum auszusehen hat, und wie das perfekte Pint gezapft werden muss.

via Daily Mail
Bildnachweis: flickr.com / Miroslav Čuljat (CC-Lizenz)

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