Außenminister kritisiert Schwulenausschluss bei New Yorker St. Patrick’s Day Parade

18. März 2011 | Von | Kategorie: Gesellschaft

Eamon Gilmore, seit etwas mehr als einer Woche irischer Außenminister, fand in New York deutliche Worte gegen den Ausschluß schwuler Teilnehmer von der New Yorker St. Patrick’s Day Parade. “Es muss ganz klar sein, das es nicht Irisch ist andere auszuschließen,” erklärte Gilmore bei einem Treffen mit irischstämmigen Schwulenvertretern anlässlich seines Besuchs zum St. Patrick’s Day.

Gilmore hatte sich am Rande der New Yorker Feierlichkeiten im irischen Konsulat mit Vetretern verschiedener Schwulenorganisationen getroffen. Beim ersten Treffen dieser Art ließ sich der Labour-Politiker über die Sorgen und Befindlichkeiten der Homosexuellen berichten.

Eamon Gilmore

Neben den Fragen um gleichgeschlechtliche Eheschließungen baten die Interessensgruppen den Minister um Vermittlung in der heiklen St. Patrick’s-Frage. Seit langem sind schwule Gruppen, die unter eigenem Banner an der Parade teilnehmen wollen, von der Teilnahme an der Parade in Manhattan ausgeschlossen.

“Bei diesen Paraden geht es darum Irland und das Irischsein zu feiern. Ich denke, dass man Irland so feiern sollte, wie es ist und nicht wie es sich die Menschen vorstellen. Gleichheit ist der Mittelpunkt unserer Identität in Irland,” machte der irische Außenminister seinen Standpunkt klar. “Es ist nicht Irisch, Menschen auszuschließen.”

In seinen Gesprächen deutet Gilmore außerdem Überlegungen der Regierung an, dem Land zum 100. Jahrestag des Osteraufstandes von einer verfassungsgebenden Versammlung eine neue Verfassung erarbeiten zu lassen. Unter anderem solle das Recht auf gleichgeschlechtliche Ehen dann Verfassungsstatus bekommen, so Gilmore. Nach Ansicht des Außenministers wäre es sinnvoller, Irland eine neue und moderne Verfassung zu geben, als die bestehende häppchenweise zu verbessern.

“Unsere Verfassung ist solide, aber sie wurde in den 1930er Jahren abgefasst. Wir glauben, dass es da eines frischen Winds bedarf,” erklärte Gilmore in New York. “Für die Mehrheit der Iren ist Homosexualität kein Thema mehr. Das heißt nicht, dass es keine Widerstände gibt – Ich erwarte sogar, dass es in der Frage der gleichgeschlechtlichen Ehe Gegenwind der extremen Rechten geben wird, aber wir müssen uns der Gleichheitsfragen annehmen!”

via irishcentral.com
Bildnachweis: wikipedia

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