Europäisches Projekt untersucht Dublins Abwasser auf Drogenreste

18. März 2011 | Von | Kategorie: Gesundheit

Dublin nimmt als eine von 20 europäischen Städten teil an einer Studie zum Drogenkonsum. Dafür untersuchen Experten das Abwasser der Dubliner auf Drogen und deren Abbauprodukte. Speziell im Urin finden sich diese Stoffe wieder, was es mit passenden Methoden recht einfach macht, den Drogenkonsum in einer Stadt einzuschätzen.

Während man aufgrund rechtlicher Fragen wohl kaum je ehrliche Antworten von den Bürgern selber bekäme, können so Trends im Drogenkonsum völlig anonym verfolgt werden. Das Projekt scheint vielversprechend: Vor der Polizei kann sich ein Süchtiger unter Umständen verstecken, den Gang zur Toilette jedoch kann sich niemand ewig verkneifen.

Dass diese Methode funktioniert, zeigte bereits 2006 ein Vorgängerprojekt der Dublin City University. Damals wurden die Abbauprodukte von Kokain nachgewiesen und ausgewertet. Letzten Dezember trafen sich dann Experten in Dublin, um eine europaweite Untersuchung anzuschieben.

Die Studie wird eine Woche lang Proben in den Klärwerken der teilnehmenden Städte ziehen. Die Experten des European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction (EMCDDA) unter Leitung seines Direktors Wolfgang Götz werden unter Anderem auf Kokain, Heroin, Speed und Ecstasy hin testen. Laut Götz kann man so ein vollständigeres Bild der Gewohnheiten und Trends im Drogenkonsum erhalten: “Dieser ist ja verständlicherweise eine verdeckte und oft stigmatisierte Tätigkeit und keine einzelne Massnahme allein kann uns ein detailliertes Bild davon bieten.”

via: irishexaminer

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