Irlands Rugbyhelden versenken England 24 : 8

20. März 2011 | Von | Kategorie: Sport

Unter anderem vier Penaltys brachten Irland schon vor der Halbzeit weit in Führung.

Mit einem phänomenalen Sieg über den Erzrivalen England hat sich Irland am letzten Tag des Six Nations Cup den dritten Platz gesichert. England konnte trotz des 24 : 8 Siegs der Iren den Turniersieg für sich verbuchen, versäumte aber den so genannten “Grand Slam”, den Titel des ungeschlagenen Turniersiegers. Noch mehr Grund zum Feiern hatte Brian O’Driscoll. Der irische Kapitän brach mit seinem 25. Versuch bei einem Six Nations Turnier den seit 1933 bestehenden Rekord des Schotten Ian Smith

78 Jahre war der in Australien geborene Ian Smith der ungekrönte König der Six Nations Versuche. 24mal schaffte er es bis ins Jahr 1933 mit dem Rugby-Ei über die gegnerische Mal-Linie. Mit Smith holte Schottland auch seinen erste Grand Slam in dem Turnier, das damals noch ein “5 Nations Cup” war. Und genau diesen würdigen Abschluss, den Grand Slam, also die Ehre ungeschlagen vom Turnier nach Hause zu fahren, den haben die Iren um ihren Kapität O’Driscoll gestern spektakulär verdorben.

“Wir wussten, was wir bisher falsch gemacht hatten und wir haben versucht die Kritik zu ignorieren, haben uns zusammengerissen und am Ende die Leistung gezeigt, nach der wir für heute gesucht hatten,” erklärte Irlands Verbinder und “Man of the Match” Jonathan Sexton im Anschluss an das Spiel.

Aggressiv und intelligent und sprühend vor Energie brachten die in grün spielenden Iren die Engländer von Anfang an in Bedrängnis. Gerade Irlands Rückreihe bestehend aus Sean O’Brien, David Wallace und Jamie Heaslip machte den Gästen ein ums andere Mal das Leben schwer, wen sie den Ball tief in die englischen Reihen trugen.

Mit insgesamt vier Straftritten – allesamt getreten von Jonathan Sexton – und einem erfolgreich gelegten Versuch von Tommy Bowe enteilten die munter aufspielenden Iren bereits in der ersten Spielhälfte nahezu uneinholbar und schickten die nervösen Engländer, in deren Spiel sich die Fehler immer mehr häuften, zu Halbzeit mit 17 : 3 in die Kabine.

Irlands Gedrängehalb Eoin Reddan spielt den Ball aus dem Gedränge. Bild: George Bladon/nrgsportspix.com

So druckvoll die Iren die erste Hälfte des Spiels dominiert hatten, so energiegeladen kehrten sie aus der Halbzeit zurück und nach nur wenigen Minuten konnte Brian o’Driscoll mit einem weiteren, toll herausgelaufenen Versuch die irische Führung ausbauen und sich selbst als erfolgreichster “Versuche-Leger” in die Rugby – Hall of Fame spielen.

England versuchte das Ruder herumzureißen, brachte vier neue Spieler aufs Feld doch das Patentrezept wollte sich am Ort des Grand-Slam-Siegs von 2003 – damals noch im alten Lansdowne Road-Stadion – einfach nicht einstellen. Zwar gelang es dem Veteranen von 2003 Steve Thompson bei einem Einwurf Irlands den Ball abfangen und mit einem Versuch die Distanz zu den Iren etwas zu verkürzen, doch schon beim Erhöhungsversuch von Jonny Wolkinson versagte Fortuna den Engländern ihren Segen.

Im letzten Spielviertel konnte England zwar den größeren Ballbesitz für sich verzeichnen, es gelang dem Team aber nicht, Nutzen daraus zu ziehen, weil Irland seine 22-Yard-Zone vehement verteidigte. Der Regen machte in dieser Spielphase beiden Teams das Spiel nicht leichter, Fehler schlichen sich ein und die Kondition der Spieler ließ langsam nach. Dennoch gelang es den Iren bis zum Schlusspfiff die eigene Endzone zu sichern und sicherte sich mit dem Erfolg auf eigenem Platz den dritten Platz hinter England und Frankreich.

Dank Frankreichs Niederlage gegen Wales konnten die Engländer dann trotz ihrer Niederlage den Gewinn des Six Nations Cups feiern, doch in die Freude mischte sich auch ein Fingerhut voll Trauer ob der verpassten Grand Slam-Chance. Gefreut dürften sich auch Dublins Publicans über den Spielausgang, denn mit zwei siegreichen Teams lässt es sich einfach friedlicher und feuchtfröhlicher feiern.

via irishrugby.ie
Bildnachweis: flickr.com / jkb_dub (1)
George Bladon/nrgsportspix.com (2)

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