Ein Pint ‘Book of Kells’, bitte!

21. März 2011 | Von | Kategorie: Tourismus, Wirtschaft

Das Trinity College in Dublin hat bei der EU-Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt das “Book of Kells” als visuelle Marke schützen lassen. Zusammen mit Handelsmarkeneintragung aus dem vergangenen Jahr legen die Offiziellen damit den Grundstein für eine umfassende Vermarktung der alten Bibelhandschrift.

“Provost, Fellows and scholars of the College of the Holy and Undivided Trinity of Queen Elizabeth near Dublin” – so der offizielle Titel des Colleges – sind die Rechteinhaber sowohl der Bild- wie auch der Wortmarke “The Book of Kells” und können in der Zukunft mit Produkten aller Art, z.B. Pralinen, Schmuck, Kosmetika, ja sogar Bier unter dem Markennamen “Book of Kells” die Einnahmen des Colleges deutlich nach oben schrauben.

Bereits im vergangenen Jahr hatte das College eine Handelsmarke für den Begriff “The Book of Kells” für alle Arten von Textilien, Biere und Alkoholika eintragen lassen. Es ist also nicht gänzlich unwahrscheinlich, dass in näherer Zukunft Gäste im Pub ein Pint “Book of Kells” oder einen “Book of Kells”-Whiskey bestellen können.

Es bleibt also abzuwarten, womit das College künftig die Besucher der College Library im Souvenirshop erfreuen werden. Bisher gibt es dort vor allem themenbezogene Poster, Postkarten, Literatur, elektronische Medien und einige wenige Souvenirartikel zu kaufen.

Genutzt wird der Markenname bis zum jetzigen Zeitpunkt für noch bizarrere Kombinationen. So werden unter dem Namen “Book of Kells” unter anderem medizinisches Equipment, z.B. lebenserhaltende Maschinen , elektrotechnische Geräte, Kontaktlinsenbehälter, Sonnenschirme, Peitschen und Feuerlöscher vertrieben.

Das Book of Kells gilt als älteste Bibelhandschrift und wird auf das achte Jahrhundert datiert. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird das mit wunderbaren Bildern ausgeschmückte Buch im so genannten “Long Room” der Trinity College Library ausgestellt – jeden Tag eine andere Seite. Die rund 500.000 Besucher pro Jahr spülen geschätzte vier Millionen Euro in die Collegekassen, die allerdings laut einer Collegesprecherin vor allem für den Unterhalt des prächtigen Long Rooms aufgewendet werden müssen. Eine Einschätzung der zu erwartenden Einnahmen aus den Markenrechten lehnte das College allerdings ab.

via Independent.ie
Bildnachweis: wikipedia

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