Reilly will Facharzt-Wartezeiten verkürzen

25. März 2011 | Von | Kategorie: Gesundheit, Politik

Der irische Gesundheitsminister James Reilly hat angekündigt mit Hilfe von Fachleuten aus Nordirland und Großbritannien das Problem überlanger Patientenwartelisten und Wartezeiten auf Spezialistentermine angehen zu wollen. Nach einer Statstik des National Treatment Purchase Fund (NTPF) warten derzeit bis zu 200.000 Patienten derzeit auf einen Termin bei einem Facharzt.

Es sind erschreckende Zahlen, mit der die NTPF bei einer Konferenz zur Reform des irischen Gesundheitswesens aufwartete. Vor allem Patienten mit Hals-, Nasen- Ohren- und Rückenproblemen müssen längere Wartezeiten in Kauf nehmen, bevor sie ihre Symptome einem Spezialisten schildern können.

“Wir schätzen, dass landesweit zur Zeit bis zu 200.000 Patienten auf einen ersten Facharzttermin warten”, erklärte der Chef des NTPF Pat O’Byrne vor den Konferenzteilnehmern. “Dieser Wert scheint relativ konstant zu sein. Ich weiß von Fällen aus der jüngeren Vergangenheit, dass Leute drei, vier oder fünf Jahre auf einen Termin gewartet haben.” So müssten beispielsweise Patienten in Cork bis zu vier Jahre auf einen Termin bei einem Orthopäden warten.

Glücklich kann Pat O’Byrne über die Zahlen nicht sei, schließlich ist es die Hauptaufgabe seiner Organisation auch die Verzögerungen von Behandlungen zu reduzieren. Einen Erfolg konnte der NTPF am St. James’s Hospital verzeichnen, wo die Wartezeiten für Rheumapatienten von 52 auf acht Wochen reduziert werden konnten.

Diesem Mißstand will Gesundheitsminister James Reilly nun abhelfen. Zu diesem Zweck sollen Fachleute aus Nordirland und dem Vereinigten Königreich dem Problem zuleibe rücken. Eine extra eingerichtete Arbeitsgruppe soll nach dem Willen des Ministers das Wartelistenproblem binnen dreier Jahre (auf-)lösen. Vo den Konferenzteilnehmern erklärte Reilly, er habe sein Ministerium bereits angewiesen, Informationen zu den Wartelisten zusammenzustellen.

Mit der Dreijahresfrist hat sich Reilly ein ehrgeiziges Ziel gesetzt, die Patienten jedoch wird es freuen.

via Independent.ie
Bildnachweis: sxc.hu

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