Guinness-Pilotprojekt will 20 Dubliner Pubs per Bierleitung anbinden

1. April 2011 | Von | Kategorie: Dublin, Essen & Trinken, Humor

Zur Senkung seiner Vertriebskosten innerhalb Dublins startet der Guinnesskonzern im Juli ein Pilotprojekt zur Anlieferung des schwarzen Biers. 20 Pubs in unmittelbarer Nähe zur St.James’ Gate Brewery

Das Aus für die Guinness-Trucker? Guinness will künftig per Leitung liefern.

sollen per Bierleitung direkt an die Brauerei angeschlossen werden, der Ausschank wird per “Bierzähler” ermittelt. Guinness will durch die Maßnahme auf Dauer bis zu zwei Millionen Euro im Jahr einsparen.

Für Guinness-Sprecherin Maire Curran ist die Rechnung des Konzerns einfach. “Wir liefern Tag für Tag alleine im Großraum Dublin zwischen 2500 und 4000 Kegs an die Pubs und sonstigen gastronomischen Betriebe aus. Dafür sind bis zu 25 LKW inklusive Fahrer unterwegs.”

Wenn Guinness direkt aus der Leitung komme, könne sich der Konzern neben den Personalkosten auch die Anschaffung neuer LKWs, sowie deren Wartung und den Sprit sparen. Gerade der letzte Punkt habe wesentlichen Anteil an der Entscheidung für das Pilotprojekt gehabt.

In dem Pilotprojekt sollen vorerst 20 Pubs direkt aus der Leitung beliefert werden, die in direkter Umgebung der Brauerei liegen. Technisch, so Curran, sei die Umsetzung für die Guinness-Ingenieure kein Problem gewesen. “Seit den 70er Jahren hat man in der Dubliner Kanalisation konsequent Leerrohre für künftige Leitungen eingebaut, in solchen Betonröhren wird unser schwarzes Gold neben Telefon- und Internetleitungen zu den Pubs fließen!” Lediglich die Stichleitung in den Keller des Pubs sowie der Anschluss an die Zapfanlage erfordere rund einen Tag Arbeit.

Declan o’Brien ist Publican, ihm gehört “The Clock Pub” in der Thomas Street, nur wenige Meter von der Brauerei entfernt. Er ist von dem Projekt angetan, auch wenn ihm etwas im Magen liegt. “Ich fände es schade, wenn durch das Projekt Jobs gestrichen werden sollten, grundsätzlich finde ich die Technik aber sehr angenehm,” erklärte o’Brien laut einer Guinness-Pressemitteilung. Nun müsse er nicht schon früh morgens extra im Pub anwesend sein, nur um eine Bierlieferung entgegenzunehmen und einem möglicherweise sanft sinkenden Bierpreis sei er auch nicht abgeneigt.

Zu den genauen Kosten für das Pilotprojekt wollte sich Guinness-Sprecherin Curran nicht äußern. Eine erste Bewertung soll nach einem Jahr Betriebsdauer erfolgen. Dann könnten weitere Dubliner Pubs an das Biernetz angeschlossen werden. An eine vergleichbare Infrastruktur für das Kilkenny-Bier denke man aber nicht nach. “Kilkenny wird ab 2013 in der neuen und deutlich weiter entfernteren Brauerei außerhalb Dublins hergestellt, außerdem ist der Umsatz mit Kilkenny in Dublin im Verhältnis zum Klassiker eher gering,” so Marie Curran.

Link: Guinness-Projektwebsite

via Guinness.com
Bildnachweis: wikipedia

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FTI Touristik

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