Auch die Iren werden dicker

4. April 2011 | Von | Kategorie: Essen & Trinken, Gesellschaft, Gesundheit

Die Iren sind zu fett – sagt zumindest die landesweite National Adult Nutrition Survey. Der Ende letzter Woche veröffentlichten Studie zufolge sind 60 Prozent aller erwachsenen Iren unter 65 fettleibig oder zumindest übergewichtig. Der Anteil von Fettleibigkeit unter Männern habe sich in den letzten 20 Jahren verdreifacht.

Zuviel Salz und zuviel Fett - woher's nur kommen mag?

1500 Erwachsene zwischen 18 und 90 Jahren führten über einen Zeitraum von vier Tagen ein Ess-Tagebuch und beantworteten Fragen zu ihrer Ernährung und Bewegung. Außerdem wurden die Probanden gewogen, ihr Blutdruck gemessen, sowie Blut- und Urinproben ausgewertet.

Den höchsten Grad an Fettleibigkeit wiesen in der Studie mit einem Anteil von 42 Prozent die Männer zwischen 51 und 64 auf. Bei den Über-65-Jährigen sind drei Viertel der Männer und Frauen übergewichtig, bei den Unter-65-Jährigen sind gerade einmal 40 Prozent normalgewichtig.

Die Ergebnisse sind erschreckend, zeigen sie doch, dass der Anteil Übergewichtiger in der letzten 20 Jahren dramatisch zugenommen hat. Bei den Männern steigt der Anteil von 8 auf 26 Prozent, bei Frauen von 13 auf 21 Prozent.

Das Ergebnis der vom Ernährungsministerium finanzierten Studie zeigt die Ernährungssünden der Iren auf. Zuviel Fett und Salz, zuwenig Obst, Gemüse und Ballaststoffe. Frauen wiesen zudem einen Mangel an Eisen, Kalzium und den Vitaminen D und A auf.

Ein Hauptnahrungsmittel der Iren ist bis heute die Kartoffel mit einem durchschnittlichen Verzehr von 127 Gramm pro Tag. Doch variiert die Art und Weise der Zubereitung. Während die Unter-65-jährigen Kartoffel überwiegend als Pommes oder Bratkartoffel verzehren, bevorzugen die Älteren ihre Erdäpfel gekocht oder als Kartoffelbrei.

Auch sind die jüngeren mit dem Griff zu herzhaften (und kalorienreichen) Snacks wie Chips zur Hand. Über 40 Prozent dieser Altersgruppe griffen hier zu, von den Senioren fahren nur 5 Prozent darauf ab. Der Genuss von Obst und Gemüse lag im Schnitt bei weniger als der Hälfte der von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Menge von 400 Gramm. Von den Jüngeren erreichten gerade einmal 10 Prozent diese Quote, die Senioren folgen schon knapp dahinter mit nur 15 Prozent.

Eines ist aber auch im dicken Irland unverändert. Selbst der massive Zuwachs an schicken Cafe-Ketten konnte dem Tee nicht den Rang ablaufen. 90 Prozent der Erwachsenen lassen sich ihre “cuppa” nicht nehmen. Und auch dem Alkohol bleiben die Iren treu: ein Drittel der Erwachsenen unter 65 stürzte sich während der vier Ess-Tagebuch-Tage mindestens an einem Tag in exzessivem Alkoholgenuss.

via Irish Times
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