Schock in Moneygall – Sprengstoff-LKW rammt Laden

15. April 2011 | Von | Kategorie: Polizeibericht

Einsatzkräte der Feuerwehr vor der beschädigten Ladenfront

Ein mit Sprengstoff beladener LKW hat am Freitagmorgen die Fassade eines Lebensmittelladens in Moneygall im County Offaly gerammt. Am Haus entstanden schwere Schäden, verletzt wurde jedoch niemand. Der Unfall sorgte kurzfristig für Unruhe in dem Ort, der auf der Besuchsliste für die Visite des US-Präsidenten Barack Obama im Mai steht.

Schreck am frühen Morgen in dem kleinen Ort im Süden des County Offaly. Gegen halb acht morgens krachte der mit Sprengstoffen für einen nahegelegenen Steinbruch beladene 7,5-Tonner gegen das Schaufenster eines Lebensmittelladens im Ortszentrum von Moneygall. Ersten Aussagen des LKW-Fahrers zufolge, der nach dem Unfall unter Schock stand, hatten die Bremsen des Fahrzeugs versagt.

Glück im Unglück für den Ort, der als Heimatort von Obamas Ur-ur-ur-Großvater Falmouth Kearney zu den den Punkten auf der Besuchsagenda des US-Präsidenten gehört: Die transportierten Explosivstoffe waren für den Transport gesichert, die Zünder wurden in einem separaten Fahrzeug transportiert. Die zum Unfallort gerufene Feuerwehr überzeugte sich vom sicheren Zustand der Ladung, bevor der beschädigte LKW zwei Stunden nach dem Unfall abgeschleppt werden konnte.

John Donovan, Inhaber des Ladengeschäfts, war zum Zeitpunkt des Unfalls nicht in seinem Laden, seine Frau und Kinder weilten jedoch in der Wohnung im Obergeschoss, als das Fahrzeug einschlug. Die Schäden am Haus schätzt Donovan as beträchtlich ein. “Es ist ein struktureller Schaden, als ob in dem Teil des Ladens ein Erdbeben stattgefunden hätte. Es sieht nicht nach viel aus, aber es wäre weniger schlimm gewesen, wenn er den Laden frontal getroffen hätte. Der Schaden kommt durch den schrägen Aufprallwinkel”, analysierte Donovan die Situation. “Das ist nun wirlich das letzte, was ich jetzt brauchen kann.”

Weil John Donovan auch neben dem Laden das Wohnhaus von Obamas Vorfahren Kearney gehört, kursierten anfangs in Moneygall wilde Verschwörungstheorien über die Hintergründe des Vorfalls. Die Gerüchte beruhigten sich, nachdem Polizei und Feuerwehr das Ereignis zweifelsfrei als Unfall einstuften.

via Irish Times
Bildnachweis: Stephen Neil

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