EU Experte zur irischen Bankenkrise: Keiner rief halt

28. April 2011 | Von | Kategorie: Politik

Die Schuld am irischen Finanzdesaster liege nicht allein bei den Iren, sagt Klaus Regling, der Chef des “Europäischen Finanzstabilitätsfonds”. Der erfahrene EU Spitzenbeamte arbeitete bereits für den Internationalen Währungsfonds und die Europäische Kommission.

Regling sagte ebenfalls, Irland habe alle nötigen Werkzeuge zur Hand gehabt, um die Blase der Immobilienspekulation aufzuhalten, habe die Werkzeuge aber nicht benutzt. Es habe der irischen Regierung jedoch nie jemand ein Warnung ausgesprochen. Hätte es die neuen Regulierungsagenturen für die Banken bereits damals gegeben, hätten diese Irland rechtzeitig Bescheid gegeben. Dann hätte Irland auch aus eigener Kraft im eigenen Lande regelnd eingreifen können.

Der Europäische Finanzstabilitätsfonds soll dafür sorgen, dass aufkommende Probleme auf den Finanzmärkten frühzeitig erkannt und bekämpft werden können. Klaus Regling ist dessen Chef. Als Sohn eines SPD Bundestagsabgeordneten geboren,  liess ihn seine Unabhängigkeit von einem Liebling Gerhard Schröders zu einer persona non grata werden. Im Moment ist Regling im Gespräch für die Nachfolge Jean-Claude Trichets als Präsident der Europäischen Zentralbank.

via: rte.ie
Bildnachweis: bankinginquiry.gov.ie

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