Immobilienpreise im freien Fall: Schon 40% Minus

14. Mai 2011 | Von | Kategorie: Dublin, Wirtschaft

Das “Central Statistics Office” hat gestern die neusten Zahlen herausgegeben, die äusserst ernüchternd ausgefallen sind: Die Immobilienpreise befinden sich im freien Fall. Laut dem “CSO” müssen Eigentümer heute landesweit von einem 40 Prozent geringerem Wert ihrer Immobilie ausgehen. Dieser Verlust bezieht sich auf den Höhepunkt der Immobilienblase, Mitte 2007. Besonders heftig fällt dieser Trend in Dublin aus, wo Häuser heute etwa 47 Prozent billiger zu haben wären – wenn es denn Interessenten gäbe.

Die schlimmsten Verluste müssen Eigentümer von Apartments in Dublin hinnehmen, hier fielen die Preise bis jetzt schon um 52 Prozent. Hier macht sich wohl bemerkbar, dass viele ausländische Arbeitskräfte, die in den Single-Wohnungen lebten, das Land seit Anfang der Krise verlassen haben. Und momentan entwerten sich Apartments jeden Monat im Schnitt um weitere 1,7 Prozent.

Diese Immobilienstatistik des CSO enthält Daten über den Zeitraum von Anfang 2005 bis heute und soll ab sofort jeden Monat aktualisiert und veröffentlicht werden. Die Zahlen errechnen das Statistikamt über Hypothekenhandelsmeldungen der acht grössten Geldinstitute. Diese Zahlen reichen bis zu vier Jahre zurück und werden nun immer aktuell gehalten werden. Verschiedene Masszahlen diesen als Grundlage, so zum Beispiel die Höhe der gewährten Hypotheken, die Grösse des Wohnraums und der spezifischen Wohngegend.

Irland kommt mit dieser neuen Statistik auch einer Richtlinie der EU nach, die vorsieht, dass  Immobilienpreise europaweit vergleichbar gemacht werden sollen. Die “Construction Industry Federation” hätte es aber gern noch bürokratischer: Sie fordert ein offizielles Preisregister, in dem jedes Immboliliengeschäft öffentlich nachschlagbar wäre. Dies solle genauere Preisvorhersagen bezüglich einzelner Immobilien erreichen und den Unternehmen genauere Investitionskalkulationen ermöglichen.

via: irishtimes.com

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