Jedward nach dem Wettbewerb – nun wollen die USA erobert werden

15. Mai 2011 | Von | Kategorie: Dublin, In aller Welt, Kultur, Musik

Beim Finale des Eurovision Song Contests konnten sich die irischen Vertreter Jedward auf einen respektablen achten Platz nach vorne singen. Trotz eines zwischenzeitlichen Aufstiegs bis auf Rang drei der Wertung hatten die die beiden hyperaktiven Elektropopper am Ende gegen die Sieger Ell/Nikki aus Aserbaidschan keine Chance. Manager Walsh will die Jungs nun in Amerika bekannt machen.

Es war ein versöhnliches Songcontest-Finale, mit dem alle Beteiligten gut leben können. Die irischen Fans und ihre rot gewandeten Helden mit den Sturmfrisuren konnten sich über einen schönen Achtungserfolg freuen, die Zuschauer in aller Welt bekamen eine bunte Show mit einem eingängigen Siegertitel zu sehen und die verantwortlichen Manager bei RTÉ können aufatmen, dass der staatliche irische Rundfunksender nicht unter einen 20 Millionen Euro-Song Contest-Rettungsschirm zur Ausrichtung eines ESC-Finales schlüpfen muss.

Einziger Verlierer des Abends: Der Suchmaschinengigant Google, der sowohl Lena als auch die Jedward-Zwillinge in seinen Prognosen auf die beiden ersten Plätze gesetzt hatte, musste erkennen, dass seine Vorhersage an der letztendlichen Realität der Publikumsgunst vorbeigegangen war – möglicherweise eine Folge des Jury-System.

Über 1,5 Millionen irische Fernseh-Zuschauer verfolgten das Spektakel in Düsseldorf, bei dem Jedward als sechste ins Rennen gingen, live und mussten am Ende erkennen, dass es nicht für eine Spitzenplatzierung ausreichte. Gefreut haben dürften sich allerdings die Buchmacher, denen der Nicht-Sieg von Jedward die Auszahlung von rund drei Millionen Euro an Wettgewinnen ersparte – schließlich hatten die Iren fest auf einen Sieg ihrer Vetreter gewettet.

Mit ihrerm Elektropop-Titel “Lipstick” erreichten Jedward in der Abstimmung der 43 Eurovisions-Nationen schließlich den achten Platz und schlossen das Finale damit auf dem selben Rang ab, den sie schon im Halbfinale am Donnerstag belegt hatten.

John und Edward bezeichneten ihren Auftritt in Düsseldorf als unvergessliches Erlebnis. “Natürlich sind wir enttäuscht, aber dabei sein ist alles und wir wissen, dass unsere Fans uns lieben und wir lieben sie auch. Wir wollten Spass und Fröhlichkeit in die Eurovision tragen und Irland stolz auf uns machen. Und ich hoffe, das haben wir geschafft, erklärte John nach dem Finale.

Enttäuschung auch bei Jedward-Manager Louis Walsh: “Es ist herzzerreißend”, sagte Walsh, “Sie haben so hart für den Wettbewerb gearbeitet. Sie sind nach Düsseldorf gefahren um zu gewinnen, aber man weiß nie, was an solchen Abenden passieren kann. Es hat nicht sollen sein. Aber die beiden haben Irland alle Ehre gemacht und ich bin der Meinung, es war Irlands stärkster Auftritt seit Jahren.”

Mit dem Ruhm des Song Contests im Rücken hat der Manager nun große Pläne für die Dubliner Pop-Zwillinge. “Europa war nun wochenlang verrückt nach ihnen, jetzt sind sie eine Größe. Und wir werden sie auch in die USA bringen, sie werden die männliche Ausgabe der Olsen-Twins werden.”

Nach Aussagen von Louis Walsh müssen sich Jedward keine Sorgen um ihre Zukunft machen. Sie hätten mit ihrem Charm soviel Eindruck auf das Publikum gemacht, dass schon mehrere hochkarätige Angebote auf den Tisch des Managers geflattert seien. Bis hinein nach 2012 sind die beiden Haarspray-Experten nun ausgebucht, Konzerte in Europa inklusive.

via eurovision.tv / Belfast Telegraph
Bildnachweis: Pieter Van den Berghe / eurovision.tv

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