o’Bama auf den Spuren seiner Vorfahren

23. Mai 2011 | Von | Kategorie: In aller Welt, Offaly, Politik

Der US-Präsident Barack Obama ist zu einem 24-Stunden-Kurzbesuch auf dem Dubliner Flughafen eingetroffen. Nach ersten Treffen mit Präsidentin Mary McAleese und Taoiseach Enda Kenny ist der Präsident zur Stunde dabei der Heimat seines Vorfahren Falmouth Kearney, dem Dörfchen Moneygall im County Offaly, einen Besuch abzustatten.

Windig und regnerisch präsentierte sich die grüne Insel, als die Präsidentenmaschine “Air Force One” am Vormittag auf dem Dubliner Flughafen aufsetzte. Michelle Obama hatte Mühe angesichts der Böen die Frisur in Ordnung zu halten. Tanaiste Eamon Gilmore begrüßte das Präsidentenehepaar am Fuße der Gangway und geleitete sie zum bereits wartenden “Marine One” Helikopter, mit dem Obama direkt zum irischen Präsidentenpalast Aras an Uachtarain geflogen wurde.

Nach der Begrüßung durch die Präsidentin Mary McAleese und einem ersten kurzen Gespräch pflanzte Obama einen Baum im Garten des irischen Präsidentenpalastes. Im Anschluss traf Obama mit dem irischen Premier Enda Kenny zu einem 45-minütigen persönlichen Gespräch in Harmleigh House zusammen. Die beiden Regierungschefs diskutierten unter anderem die wirtschaftliche Situation Irlands, Obama sagte den Iren Unterstützung zu.

Im Gegenzug sicherte Enda Kenny dem US-Präsidenten zu, den Shannon-Flughafen auch weiterhin als Basis für Zwischenlandungen von US-Militärmaschinen auf dem Weg nach Afghanistan zur Verfügung zu stellen.

Auf dem Weg vom Mittagessen in der Residenz des amerikanischen Botschafters wurde Obama selbst Opfer der amerikanischen Sicherheitsbemühungen, als die schwere, gepanzerte Präsidentenlimousine an einer Schwelle in der Botschaftszufahrt hängenblieb und Obama in ein bereit stehendes identisches Fahrzeug umsteigen musste.

Kurz nach 16 Uhr Mitteleuropäischer Zeit erreichte Barack Obama das Dorf, das sein Vorfahr Falmouth Kearney eins verlassen hatte, um in den Vereinigten Staaten sein Glück zu suchen. Nachdem den ganzen Tage Wolkenbrüche über dem Ort niedergegangen waren, machte sich unter den hunderten Menschen, die die Straßen von Moneygall säumten Erleichterung breit, als nur wenige Minuten vor der Landung Obamas die Sonne die Obrhand über die Wolken gewinnen konnte.

Obama wurde von Vertretern Moneygalls und des County Offaly sowie seinem Cousin achten Grades Henry Healy, einem 26-jährigen Buchhalter begrüßt, bevor er sich zu einem ausgiebigen Bad in der Menge begab. Nahezu jeder, der hinter einer der Absperrungen einen Blick auf den Präsidenten zu erhaschen suchte, wurde für seine Ausdauer und Wetterfestigkeit mit einem Handschlag von Barack oder Michelle Obama belohnt.

Ein kurzer Regenschauer sorgte für einen ungeplanten Programmpunkt. Statt nur von außen einen kurzen Blick auf das Haus zu werfen, das heute am Ort des ehemaligen Kearney-Familienanwesens steht, nutze der US-Präsident die Möglichkeit, dem Regen zu entgehen und einen Blick in das schlichte, graue Haus und den nebenan liegenden Souvenirladen “An siopa beog” zu werfen.

Den Abschluss der Stippvisite bildete eine kurze Einkehr in Ollie Hayes’ Pub, wo schon seit Wochen ein Obama-Standbild Staatsbesuch-Atmosphäre verbreitet hatte. Obama zeigte sich als sympathischer Gast in einem irischen Familientreffen, dirigierte eigenhändig das Erinnerungsfoto und fachsimpelte mit Publican Ollie Hayes über Guinness.

Und anders als die Queen wenige Tage zuvor ließ es sich der amerikanische Präsident nicht nehmen, zusammen mit seiner im Pub versammelten entfernten Verwandtschaft mit einem Pint des schwarzen Gebräus auf seinen Besuch anzustoßen.

Nach dem Ahnensuche geht es für Barack Obama zurück nach Dublin, wo er auf dem College Green eine öffentliche Reden halten wird. Als Rahmenprogramm der Präsidentenrede in College Green wird auch ein Konzert stattfinden. Zum Line-up gehören unter anderem Westlife, Jedward, Imelda May, Sharon Shannon, Mundy und die Saw Doctors. Außerdem sind Auftritte mehrere Schauspieler, darunter Brendan Gleeson und Daniel Day Lewis geplant. Auf den Straßen von Dublin warteten Menschen seit Sonntagabend in der Schlange auf Einlass zur Rede des US-Präsidenten.

via RTÉ Live Coverage
Bildnachweis: merrionstreet.ie (1)(2), twitpic.com (3)

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