Bruchlandung für Ryanair – 80.000 Euro für Rosanna Davison

29. Mai 2011 | Von | Kategorie: Stars & Co., Verkehr

Rosanna Davison

Die irische Billigfluglinie Ryanair ist vom High Court in Dublin dazu verurteilt worden, der ehemaligen Miss World und Tochter des Sängers Chris de Burgh, Rosanna Davison, 80.000 Euro Schmerzensgeld und Schadensersatz zu zahlen. Ryanair hatte dem Model in einer Pressemitteilung unter anderem Rassismus unterstellt. (Gaelnet berichtete)

Als falsch und rufschädigend schätzte die aus acht Männern und vier Frauen zusammengesetzte Jury die Anschuldigungen ein, die Ryanair am 11. November in einer Pressemitteilung veröffentlicht hatte, nachdem Davison in einem Interview das Fehlen irischer Models im Ryanair-Wohltätigkeitskalender kritisiert hatte, und verurteilte das Unternehmen zur Zahlung von 80.000 Euro.

In der Pressemitteilung hatte es unter anderem geheißen “Ryanair konterte heute die Kommentare des irischen Glamour-Modells Rosanna Davison über das Fehlen irischer Flugbegleiterinnen im Ryanair-Wohltätigkeistkalender 2009, die an Rassismus grenzen und eine elitäre Einstellung gegenüber der internationalen Crew von Ryanair verriet.”

Im Rahmen der Beweisaufnahme hatte das Model ausgesagt, sie wäre geschockt gewesen, als sie die Pressemitteilung gelesen hätte. Sie hätte nicht gesagt, dass der Kalender einer Nationalität vorbehalten sein sollte. Ihre Kommentare seien vielmehr sehr bedacht und maßvoll gewählt gewesen und es sei nicht beabsichtigt gewesen, irgendjemanden zu beleidigen.

Rosanna Davisons Anwalt hatte Ryanair vor der Klage ersucht, sich bei seiner Mandantin zu entschuldigen und einen bestimmten Betrag für wohltätige Zwecke zu spenden, doch die Antwort der Fluggesellschaft von Michael Leary sei unglaublich kindisch und schlicht unhöflich gewesen, berichtetet Davisons Anwalt Paul Tweed.

Im Gegenzug hatte der Vertreter von Ryanair Stephen McNamara eine Entschuldigung abgelehnt und die Klage des Models als “kindisch” bezeichnet. Die Stellungnahme von Ryanair sei nicht über Rosanna Davison gewesen, sondern hätte sich auf ihre Kommentare über den Kalender bezogen. Außerdem führte das Unternehmen als entlastendes Argument vor, dass gerade einmal 1000 Menschen aus Irland die Pressemitteilung gelesen hätten, wie eine Auswertung der Website ergeben hätte.

Die Jury wollte die Sicht von Ryanair offensichtlich nicht teilen und sprach der Tochter von Chris de Burgh Schadensersatz und Schmerzensgeld in Höhe von 80.000 Euro zu. In einer Pressemitteilung kurz nach Bekanntgabe des Urteils erklärte Ryanair, nicht gegen das Urteil in Berufung gehen zu wollen. “Man sei sehr zufrieden mot dem Ausgang des Verfahrens, hieß es.

via irishexaminer.com
Bildnachweis: wikipedia

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