“EHEC”-Durchfall: 10 tote Deutsche, Irland bislang “sauber”

29. Mai 2011 | Von | Kategorie: Gesundheit

Laut Angaben des Health Protection Surveillance Centre gibt es bisher in Irland noch keine Fälle der gefährlichen E.Coli-Durchfallerkrankung “EHEC”. Dennoch fordern die irischen Gesundheitsbehörden aus Deutschland zurückkehrende Urlauber bei Durchfall dringend auf, sofort zum Arzt zu gehen. In Deutschland sind bis 29. Mai schon zehn Menschen an den Folgen dieses blutigen Durchfalls gestorben. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts seien deutschlandweit jedoch 300 weitere Infektionen bekannt.

Hinter der Epidemie, die zuerst in Deutschland ausgebrochen ist, sollen Bio-Gurken aus dem spanischen Almeria und Malaga stecken.  Die Food Safety Authority “FSA” setzt sich bereits mit allen Lebensmittelhändlern in Verbindung, um über die Gefahren der spanischen Gurken zu informieren. Irland scheint jedoch grösstenteils sicher, da die meisten verbrauchten Gurken im Inland produziert werden.

Was kann man als Verbraucher gegen eine Infektion unternehmen? – Laut Bundesinstitut für Risikobewertung “BfR” in Berlin sterben die Bakterien zuverlässig nur durch Erhitzen über 70° C für mindestens zwei Minuten. Andere Zubereitungsmethoden für Lebensmittel, etwa Säuern, Trocknen oder starkes Salzen übersteht der Keim grösstenteils. Händewaschen mit Seife, noch vor dem Kochen, ist der erste Schritt zu sicherer Hygiene. Ausserdem müsse man darauf achten, dass “Gemüse geschält oder zumindest gründlich gewaschen” wird. Rohes Fleisch ist am besten getrennt von anderer Ware aufzubewahren. Benutztes Koch- und Essgeschirr und auch Spüllappen und -tücher nach der Zubereitung bei mindestens 60° C spülen/waschen. Genauere Informationen bietet das BfR.

Die E.coli Bakterien, welche diesen gefährlichen Durchfall verursachen, kommen eingentlich im Verdauungssystem von Wiederkäuern vor, zum Beispiel Kühe und Schafe. In Mist und Gülle der Tiere gelangt der Erreger dann in die Umwelt. Mist und Gülle, die nicht ausreichend verrottet sind, können noch EHEC-Bakterien enthalten. Diese dann auf den Äckern ausgebracht können dort im Anschluss an die Düngung angebautes Gemüse verunreinigen.

via: rte.ie und reuters.com

 

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