Präsidentschaftskandidat Norris wittert Sabotage

1. Juni 2011 | Von | Kategorie: Dublin, Politik

Der unabhängige irische Senator David Norris, der sich bei der diesjährigen Präsidentenwahl zur Wahl stellen will, sieht sich selbst im Fadenkreuz einer ungerechtfertigten Sabotage-Kampagne. Eine Journalistin, die Norris im Jahr 2002 interviewte, hält Norris wegen angeblicher Aussagen zum Thema Volljährigkeit und Inzest für nicht wählbar.

Die Journalistin Helen Lucy Burke schreibt als Restauranttesterin für das “Dubliner Magazine”, hat sich aber auch in den Bereichen Politik und Wirtschaft einen Namen gemacht, Im Jahr 2002 interviewte sie den Senator für das Magill Magazine. Im Rahmen dieses Interviews mit dem langjährigen Bürger- und Homosexuellenrechtler Norris wurden auch Aspekte der Sexualität thematisiert, u.a. die Pädophilie der klassischen griechischen Antike.

So soll der selbst bekennende Schwule Norris – Ende der 1970er Jahre hatte Norris im Alleingang die irische Schwulengesetzgebung mit seinem Gang vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gekippt – das Thema Knabenliebe wie folgt kommentiert haben: “Nochmals – das ist nichts, was mich anspricht, aber als ich jünger war hätte mir das sicher gefallen in der Hinsicht, dass mir die Aussicht von einem älteren, attraktiven und reifen Mann unter die Fittiche genommen und liebevoll in die sexuelle Realität eingeführt, mit Zuneignung behandelt und übr das Leben belehrt zu werden gefallen hätte. Ja, ich glaube das wäre schön gewesen, das hätte mir gefallen.”

In einem Fernsehinterview mutmaßte Präsidentschaftskandidat, hinter dem jetzgen Lancieren eines uralten Artikels stünde System, eine geplante Sabotage seiner Kandidatur. Zudem seien die kritisierten Textstellen aus dem Zusammenhang gerissen und entsprächen nicht dem, was eigentlich gesagt worden wäre. “Ich verabscheue den Mißbrauch von Kindern. Sexuell, emotional und physisch”, betonte Norris.

Dass Helen Lucy Burke gegen eine Kandidatur Norris’ ist, wollte sie im RTÉ-Interview nicht leugnen. Sie habe das Interview bewusst nochmals veröffentlicht, so dass die Öffentlichkeit alle zur vErfügung stehenden Informationen bekomme. Burke zufolge existiere vermutlich auch noch die Tonbandkassette des Interviews, doch mangels Abspielgerät könne sie das nicht definitiv bestätigen. Zwischenzeitlich hat Norris die Journalistin aufgefordert, das Band der Öffentlichkeitzugänglich zu machen, da die ganze Aufnahme seine wahren Aussagen zeigen würde.

Norris hatte seine Kandidatur erklärt, um “dem Land Vitalität und Erneuerung zu bringen”. Es sei Zeit für eine politische Revolution, die die Bedürfnisse der Menschen an erste Stelle setze. Einen neuen Ansatz bringt Norris auch im Hinblick auf sein mögliches Präsidentengehalt. “Er würde das volle Gehalt nicht in Anspruch nehmen wollen und stattdessen einen Teil für eine Stiftung zur Verfügung stellen, die Kandidaturen für das Präsidentenamt erleichtern soll.

via RTÈ
Bildnachweis: wikipedia

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