Präsidentschaftswahl – Kenny bleibt neutral

14. Juni 2011 | Von | Kategorie: Politik

Wer zieht im Herbst in den irischen Präsidentenpalast ein?

Der irische Premierminister Enda Kenny hat bekanntgegeben, dass er im Rennen um die Nominierung zur irischen Präsidentschaftswahl im Oktober persönlich keinen Kandidaten unterstützen wird, der sich um die Unterstützung der Fine Gael-Fraktion bemüht. Kenny erklärte in Cork, er wünsche sich einen Kandidaten “der gewinnen wird”.

Hochrangige Quellen innerhalb der Partei haben bestätigt, dass der Taoiseach im Verlauf des Nominierungsprozesses neutral bleiben wolle und für keinen Kandidaten – seien es nun die Europa-Abgeordneten Mairead McGuinness und Gay Mitchell oder der frühere EU-Parlamentspräsident Pat Cox – votieren werde.

“Ganz offensichtlich ist die Chance für die Fine Gael größer, als sie bisher war – sagen wir es doch so. Und
sicher werden die Partei und die Gremien der Partei in einer Abstimmung entscheiden, wer unser Kandidate sein wird. Was ich mir wünsche, ist ein Kandidat, der gewinnen wird”, erklärte Kenny.

In Parteikreisen wird die Kandidatur von Cox erwartet, sobald der Vorstand der Fine Gael am heutigen Abend seine Aufnahme in die Partei bestätigt hat. Mitchells Bemühungen um die Nominierung werden parteiintern als Schachzug zur Blockade von Cox gesehen, dem er mangelnden Bezug zur Fine Gael vorwirft.

Wie aus Kreisen der Oppositionsparteien Fianna Fáil und Sinn Féin verlautete, werden die beiden Parteien voraussichtlich keine Kandidaten aufstellen – im Falle der Fianna Fail wäre dies die erste irische Präsidentschaftswahl seit der Wahl von Douglas Hyde im Jahr 1938 ohne eigenen Kandidaten.

Profiteure dieser Zurückhaltung könnten die unabhängigen Kandidaten sein, darunter die Vorsitzende der Special Olympics in Irland, Mary Davis, der Schriftsteller und Journalist Niall O’Dowd, der noch im Juni über eine Kandidatur entscheiden will, und Senator David Norris, der sich bereits der Unterstützung von 12 Abgeordneten im Dáil sicher sein kann.

In Irland muss ein Präsidentschaftskandidat irischer Staatsbürger sein, über 35 Jahre alt sein und von mindestens 20 Parlamentsabgeordneten oder auf Beschluss von vier Bezirks- oder Stadträten nominiert werden. Lediglich Amtsinhaber oder ehemalige Präsidenten mit maximal einer Amtszeit dürfen sich selbst nominieren.

via irishtimes.com
Bildnachweis: sxc.hu / wikipedia
Bildmontage: Gaelnet.de

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