Erfrorene Mutter: Demo für ein Rachel-Gesetz

18. Juni 2011 | Von | Kategorie: Dublin, Politik, Polizeibericht

Wohnblocks in Dublins nördlichem Stadtteil Ballymun

Familienangehörige und Freunde einer im Januar in ihrer Wohnung im Dubliner Stadtteil Ballymun erfrorenen jungen Frau (Gaelnet berichtete)haben vor der zuständigen Gemeindeverwaltung demonstriert. Die Demonstranten fordern Aufklärung über die bisherigen Schritte der Stadtverwaltung und fordern ein “Rachel”-Gesetz, das vergleichbare Fälle in Zukunft verhindern soll.

Rachel Peavoy war im Januar in ihrer Wohnung erforen, zunächst hatte es geheißen, die zuständige Verwaltungsbehörde hätte die Heizung wegen angeblicher Instandsetzungsarbeiten abgestellt. Mitglieder der Bürgerinitiative “Justice for Rachel Peavoy zogen vor die Stadtteilverwaltung des Dublin City Councils und forderten Aufklärung, welche Schritte seit dem Abschluss der internen Untersuchung vor zwei Monaten von Verwaltungsseite im Hinblick auf die Vorgehensweise in Mietsachen unternommen wurden.

Catherine Greene, die Sprecherin der Gruppe erklärte, man wolle auch auf die Notlagen anderer Bewohner des Gegend hinweisen, die auf eine Umsiedlung warten. “Was mit Rachel geschehen ist, war ein Bruch ihrer Menschenrechte. Wir wollen ein “Rachel-Gesetz”, um Menschen wie sie in Dublin und im ganzen Land zu schützen”, so Greene.

Das Dublin City Council hatte darauf beharrt, dass die Heizung in Peavoys Wohnung funktioniert hatte, doch ein Ingenieur erklärte im Zuge der Untersuchung, dass die Temperatur in Peavoys Wohnung auch durch den Leerstand der umliegenden Wohnungen hatte beeinflusst werden können. Der zuständige Gerichtsmediziner hatte auf “Tod durch Unglücksfall erkannt” und das Dublin City Council aufgefordert, seine Verfahren zur Entleerung und Renovierung der Häuser zu überdenken.

“Wir wollen wissen, was seit dem Abschlussbericht passiert ist”, forderte Catherine Green Aufklärung von der Behörde. “Es gibt immer noch Menschen in Ballymun, die unter denselben Umständen wie Rachel leben, aber es wurde nichts dagegen getan. Wir wollen Gerechtigkeit für Rachel und alle Menschen, die zur Zeit und ungeeigneten Behausungen leben müssen. Rachels Familie und Freunde fordern, dass so etwas nie wieder passieren darf”

Rachels Familienmitglieder hatten ursprünglich eine öffentliche Untersuchung gefordert, erwägen zur Zeit aber auch, sich mit einer geschlossenen Anhärung zurfieden zu geben, um das Verfahren zu beschleunigen. Außerdem wollen sie einen Bericht bei der Irischen Menschenrechtskommission einreichen.

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via irishexaminer.com
Bildnachweis: flickr.com / Cian Ginty (CC-Lizenz)

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