Reuige Diebe geben “verfluchte” Skulptur des St. Ciarán zurück

22. Juni 2011 | Von | Kategorie: Kurios

Die Ciarán-Kapelle, auf dem Gelände von Clonmacnoise

Eine 1998 auf rätselhafte Weise verschwundene Skulptur aus der Klosterruine Clonmacnoise im County Offaly ist nun auf genauso geheimnisvolle Art an ihren Ursprungsort zurückgekehrt. Den mutmasslichen Dieben muss die Skulptur, ein steinerner Kopf, unheimlich geworden sein – nach dem Diebstahl wurden sie von Unglück verfolgt, wie ein Mittelsmann in der Sache zu erzählen wusste.

Erst diesen März erreichte den Manager des Besucherzentrums Clonmacnoise, Tom Moore, wieder Neues in der Angelegenheit: Ein Anrufer meldete sich bei ihm von einem örtlichen Pub aus. Er verband Moore mit einem Mittelsmann, der dem Leiter des Besucherzentrums mitteilte, die Skulptur sei seit diesem Tage wieder an ihrer angestammten Stelle, der Quelle des Ciarán. “Er war etwas besorgt, dass jemand anderer sie wieder wegnehmen könnte”, erzählte Moore dazu.

Der Mittelsmann behauptete gegenüber Moore, der Steinkopf sei etwa 50 Meter von der Quelle entfernt auf einem Feld gefunden und “in Sicherheit” gebracht worden. Die Personen, welche die Skulptur mitgenommen hatten, seien sich des Zusammenhangs der Plastik und des Quellheiligtums nicht bewusst gewesen. Die Identität der Personen bleibt zwar im Dunkeln, aber der Mittelsmann konnte immerhin folgendes berichten: “Sie hatten seit dem Augenblick, in dem sie die Skulptur mitnahmen, unheimlich viel Pech.”

Die Skulptur ist nach Angabe von Archäologen etwa 300-400 Jahre alt und soll vermutlich den heiligen Ciarán darstellen. Bis zu ihrem Verschwinden stand sie zusammen mit drei weiteren Artefakten an der Quelle des heiligen Ciarán in Clonmacnoise. Als kleines Wallfahrtsziel zog die Skulptur zum Feiertag des Ciarán, jeden September, immer Pilger an.

Der Kopf gehört übrigens zu einer grösseren Skulptur, einer Büste: Auf ihrem Sockel steht in Gälisch “Tue Buße”. Offenbar funktioniert die Sache auch nach 400 Jahren noch prima.

via: irishtimes.com
Bildnachweis: geograph.org.uk (by Joseph Mischyshyn)

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