Irlands bleibt weiter EU-Nettoempfänger

30. Juni 2011 | Von | Kategorie: Politik

Irland erwartet auch weiterhin, Nettoempfänger bei EU Fördermitteln zu bleiben, jedenfalls mindestens für die kommenden zwei Jahre. Durch die Wirtschaftskrise gebeutelt, wechselt Irland nun doch nicht, wie eigentlich geplant, von der Nettoempfänger- auf die Zahlerseite.

Während der letzten Jahre bezog Irland regelmässig mehr EU-Mittel als es Beiträge einzahlte, so wie 15 weitere EU-Staaten. Pro Kopf förderte Europa die Insel sogar stärker als zum Beispiel Lettland oder Estland.

Dies sollte sich eigentlich letztes Jahr ändern. Irland ist auch nach dem Beinahe-Kollaps eines der reichsten Länder Europas. Doch der unerwartet hohe Einbruch beim Bruttosozialprodukt verhindert höhere Beitragspflichten fürs Erste.

Die irische Regierung zielt bis 2020 darauf ab, die europäischen Fördertöpfe kräftig anzuzapfen: Fast 1.000 Milliarden Euro aus dem Landwirtschaftsfonds und Fördermittel für Forschung versucht Dublin für die Insel sichern. Schon während des seit 2007 und noch bis 2013 laufenden EU-Wirtschaftsplans förderte Europa Irland mit 41 Milliarden Euro Netto, nach Abrechnung Irlands eigener EU-Beiträge.  Vor allem soll auch weiterhin die Landwirtschaft profitieren.

Von den Beiträgen der Mitgliedsstaaten gehen 92 Prozent, neu verteilt, wieder als Förderung zurück zu den Staaten. Den Löwenanteil davon verschlingt immer noch der Agrarfonds, immerhin 40 Prozent. Seitdem die EU ihren Fördertopf aufgelegt hat, strichen die Regierungen der Mitgliedsstaaten fast alle eigenen Fördermittel. Lieber schickten sie ihre Bauern lieber zur EU, um die Zahlungen aus der Innenpolitik herauszuhalten.

via: irishexaminer.com

Bildnachweis: flickr (by europeanpeoplesparty)

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