Sabotage-Angriff: “Irish Ship to Gaza” fällt aus

1. Juli 2011 | Von | Kategorie: Politik

Die verbogene Antriebswelle der MV Saoirse

Das irische Schiff MV Saoirse, “Freiheit”, fällt für die Gaza-Hilfs- und Protestaktion aus: Unbekannte haben es im türkischen Hafen Göcek sabotiert. Beider Antriebswellen wurden unter massivem Kraftaufwand verbogen. Der mögliche Tod der Menschen auf dem Schiff  hielt die Saboteure nicht von ihrer Tat ab: Laut Schiffsingenieur Pat Fitzgerald wäre die Antriebswelle auf offener See abgerissen und der scharfkantige Stumpf hätte den Rumpf des Schiffs aufgeschlitzt.

Fintan Lane, der nationale Koordinator der irischen Bootsaktivisten, sagte dazu: “Diese Art von Sabotage hätte Menschenleben gefährdet. Dies hätte das Boot versenken können.” In diesem Zustand könne das Schiff nicht fahren. Das bedeute auch, dass von über 20 Teilnehmern an der Aktion nur noch sechs mit der Flottille nach Gaza kommen können. Auf einem italienischen Schiff waren noch Plätze frei. Die Passagiere, die noch auf dem italienischen Schiff Platz gefunden haben, sind: Fintan Lane, Trevor Hogan, der bis vor Kurzem Profi-Rugbyspieler war, Paul Murphy von der Sozialistischen Partei Irlands, der Dáil-Abgeordnete Hussein Hamed, der zur Sinn Féin gehörende Gerry MacLochlainn und Zoe Lawlor, die an der Universität Limerick unterrichtet.

Lane bestätigte ebenfalls, dass es sich bei dem Schaden um eine ähnliche Art Angriff wie einige Tage zuvor auf das schwedische Schiff “Juliano” handeln würde. Das Schiff war nach Angaben der Gaza-Hilfsaktivisten im griechischen Hafen Piraeus von feindlichen Tauchern ähnlich sabotiert worden. Der schwedisch-israelische Komponist und Musiker Dror Feiler dazu: “Israel versucht, für die Belagerung des Gazastreifens so auch noch Griechenland zum Kolaborateur zu machen. Durch Drohungen und bürokratische Hindernisse. Die Teilnehmer an der Flottille erleben so eine Art Gaza-tisierung. Sie erleben aus freien Stücken, wie das Leben im belagerten Gazastreifen ist.”

Der Schiffsingenieur Pat Fitzgerald erklärt den Schaden in folgendem Video:

Mit ungefähr 3.000 Tonnen Hilfsgütern wollen die ungefähr 300 Aktivisten der “Freedom Flotilla” den Gazastreifen anlaufen. Dazu müssen sie die seit 2007 bestehende Seeblockade der israelischen Marine durchbrechen. Bei der Erstürmung der letztjährigen Hilfs- und Protestflotte hatten israelische Soldaten neun türkische Aktivisten getötet. Nicht zuletzt deshalb bat der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die Aktivisten dieses Mal, von der Fahrt abzusehen.

via: irishtimes.com
Bildnachweis: irishshiptogaza.org

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Ein Kommentar auf "Sabotage-Angriff: “Irish Ship to Gaza” fällt aus"

  1. [...] versucht, Gaza zu erreichen. Damals war das Schiff im türkischen Hafen Göcek sabotiert worden (Gaelnet berichtete), Unbekannte hatten die Antriebswellen verbogen. Die Aktivisten beschuldigten damals den [...]

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