“Indisches Springkraut” soll zurückgedrängt werden

7. Juli 2011 | Von | Kategorie: Umwelt

Morgen startet ein Umweltschutzprogramm besonderer Art: Das Indische Springkraut (Impatiens glandulifera) macht auch vor Cork nicht Halt und verdrängt dabei die einheimische Flora. Die Entfernung der ausgewilderten Zierpflanze geht los entlang des Flusses Allow im nördlichen Cork. Die Massnahme wird mit einer Million Euro aus Brüssel gesponsort.

Die verwilderten Springkautbestände bekämpfen nun die private Agentur für ländliche Entwicklung “IRD Duhallow”, zusammen mit “Inland Fisheries Ireland”. IRD Duhallow ist zuversichtlich, das Springkraut innerhalb von vier Jahren aus der Gegend vertreiben zu können. Der Vorsitzende Michael Twohig dazu: “Wir freuen uns auf dieses Projekt und zusammenzuarbeiten mit unseren Gemeinden, Schulen, Anglern und Naturfreunden.”

Die Aktion dient dem Schutz des Lachsnachwuchses und auch dem der Süsswassermuschel: Das Springkraut fühlt sich besonders entlang Flüssen wohl, wo es das ganze Jahr schön feucht ist. Wenn es im Herbst jedoch abstirbt, hinterlässt es schlammige Pflanzenreste auf dem Boden der Bäche und Flüsse. Dieser Schlamm bedroht zum Beispiel Lachseier, indem er diesen beim Verrotten den Sauerstoff wegnimmt.

1839 war das “Drüsige Springkraut”, wie es korrekt zu deutsch heisst, aus dem Himalaja nach England importiert worden. Es sollte eine Zierpflanze unter Vielen werden. Gärtner schätzten die Blüten wegen ihrer extravagenten Form und des vielen Nektars für Bienen. Die Pflanze fühlte sich in den mittleren Breiten Europas vor Anfang an wohl: Die mittleren Temperaturen und hohe Feuchte Englands und auch Irlands kannte das Springkraut aus seiner Heimat.

Erst allmählich erkannten Gärtner und Biologen die Gefahr der vermehrungsfreudigen Pflanze – die Verdrängung der einheimischen Flora. Sogar die ansonsten unverwüstliche Brennessel wird von ihr vertrieben, pro Pflanze 2.500 Samen machen es möglich.

Ausser im Mittelmeerraum ist das Springkraut heute in ganz Europa wild verbreitet. Auch an Gaelnets Standort Augsburg werden nächstes Wochenende wieder Freiwillige ausrücken und das Überwuchern der Wertach-Auen zu verhindern versuchen.

via: irishexaminer.com

Bildnachweis: wikimedia (by AKA)

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