Ganove nimmt Polizistin “auf die Hörner”

23. Juli 2011 | Von | Kategorie: Polizeibericht

Eine hollywoodreife Verfolgungsjagd per Auto lieferte sich ein Angeklagter diese Woche mit Gardaí, nachdem er aus dem Gewahrsam im Gericht Roscommon aufgerissen war: Er floh mit seinem Auto, einen Garda aus der Motorhaube hängend, vor seinem Gerichtstermin. Auf der wilden Hatz raste der Mann durch eine Trauergesellschaft und durchbrach eine Bahnschranke. Erst, als er wohl versehentlich als Geisterfahrer auf der Autobahn landete, konnte ihn die Polizei einholen und festnehmen.

Ovidio R., 21 Jahre alt, kommt ursprünglich aus Rumänien, wohnt aber heute in Tallaght. Er soll verschiedene gefälschte Papiere bei sich gehabt haben und ausserdem unter mehreren falschen Namen schon versucht haben, den irischen Führerschein zu machen.

Der zehnfach vorbestrafte junge Mann war vom Richter in Roscommon zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt worden und sollte danach in seine Heimat Rumänien abgeschoben werden. Als man ihn in der Polizeistation neben dem Gericht in Gewahrsam nehmen wollte, gelang Ovidio die Flucht in seinem vor der Station geparkten Auto.

Eine Polizistin versuchte, waghalsig auf die Motorhaube springend, Ovidio von der Flucht abzuhalten. Er konnte sich sich eine beachtliche Strecke festklammern, bevor er den Halt verlor. Der Polizist wurde bei der Aktion bemerkenswerterweise nicht verletzt.

Auf der Flucht Richtung Athlone schoss er zuerst durch eine Begräbnissprozession, bevor er durch die Bahnschranke bei Knockcroghery brach. Er hatte Glück, dass gerade kein Zug vorbeikam.

In Athlone bog er dann auch noch falsch auf die Autobahn M6 ab und gefährdete als Geisterfahrer mehrere entgegenkommende Fahrzeuge. Ovidio wendete auf der Autobahn, im fliessenden Verkehr, und versuchte noch, über die Ausfahrt Cavan-Ballymahon zu entkommen, wo er jedoch schon von der Polizei erwartet wurde. Seinen Versuch, zu Fuss weiter zu fliehen, beendeten Gardaí kurz darauf.

Auf einen irischen Führerschein darf Ovidio wohl in seinem Leben nicht mehr hoffen, wohl aber auf einen Flugschein, kostenlos und heim nach Rumänien.

via: advertiser.ie

Bildnachweis: flickr (by sejanc)

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