Nur Schulden durch Dublins neues Kongresszentrum

1. August 2011 | Von | Kategorie: Dublin, Tourismus, Wirtschaft

Seit Eröffnung des neuen Kongresszentrums in Dublin hat der Staat über 43 Millionen Euro hingeblättert. All das Geld verwindet in den Taschen des Konsortiums, das National Convention Centre letztes Jahr in den Docklands gebaut hatte. Die Subventionen pro Besucher belaufen sich somit auf über 500 Euro.

Das Kongresszentrum war in Form eines Public-Private-Partnership-Vertrags geplant und gebaut worden. Die nun anfallenden Kosten sind die Miete, die der Staat 2007 dem Konsortium für 25 Jahre garantiert hat. Erst danach fällt das Kongresszentrum in staatliches Eigentum – typischerweise der Zeitpunkt, wenn teure Sanierungen anfangen, ein Objekt unwirtschaftlich werden zu lassen.

Seit Öffnung der Tore veranstaltete das Kongresszentrum 267 Konferenzen, Konzerte und andere Events. Damit zog es insgesamt 84.451 Besucher an. Mit den Zahlungen des Staats verrechnet, ergibt sich ein Zuschuss von 512 Euro pro Besucher.

Ein Abgeordneter der Labourpartei hatte im Dáil gefragt, ob sich das Projekt denn bisher lohne. Auf die Auskunft, dass trotz eines 8.000 Plätze fassenden Saals die durchschnittliche Publikumszahl bei 300 liege, zeigte sich Labour TD Kevin Humphreys enttäuscht: “Die wichtige Frage stellt sich bei solchen Zahlen, ob im damals unterschriebenen Vertrag auch Preis-Leistungs-Ziele festgelegt worden waren. Wenn nicht, würde das die miserable Finanzpolitik der letzten Regierung nochmals nachträglich belegen.”

Ein Bericht des Rechnungsprüfungshofes hatte bereits ergeben, dass der schlussendlich gebaute Wettberbsbeitrag in einer Modellrechnung 217 Millionen mehr kosten werde als man an Einnahmen durch Veranstaltungen innerhalb der Nutzungszeit erwarten dürfe.

via: irishtimes.com
Bildnachweis: flickr.com / William Murphy

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