Archäologen finden Armada-Wrack vor Donegals Küste

10. August 2011 | Von | Kategorie: Donegal, Geschichte

In den flachen Küstengewässern vor der Küste Donegals haben Unterwasserarchäologen das Wrack eines historischen Segelschiffs entdeckt. Nach ersten Untersuchungen gehen die Fachleute davon aus, die Überreste eines Schiffs der berühmten spanischen Armada gefunden zu haben.

Im Juli 1588 waren die englische Flotte und die spanische Armada, die mit dem Ziel einer Invasion Richtung England gesegelt war, in einer Seeschlacht im Ärmelkanal aufeinander getroffen. Die Engländer hielten durch ihre weit reichende Schiffsartillerie die Spanier auf Abstand und fügten der Armada schwere Schäden zu. Der der Schlacht folgende Sturm zwingt die Spanier zur langwierigen Umsegelung Großbritanniens und Irlands, auf der Reise sinken weiter Schiffe in den widrigen Wetterlagen, alleine 24 vor den Küsten der grünen Insel. Eines davon soll nun vor Burtonport im County Donegal gefunden worden sein.

Während eines Tauchgangs war das historische Wrack entdeckt worden, nach ersten Untersuchungen hielten die Experten es für wahrscheinlich, dass es sich um ein Schiff des 16. Jahrhunderts handelte, möglicherweise ein Schiff der spanischen Armada. Von der günstigen Lage in den flachen Küstengewässern erhoffen sich die Archäologen guten Zugang zum Wrack wie auch reichlich Funde im Inneren des Schiffs.

Der Kulturminister Jimmy Deenihan pries die große Bedeutung der Entdeckung des Schiffs nicht nur für Irland sondern auch die internationalen Archäologen, Historiker und Meeresforscher. Für die Arbeiten der Unterwasserarchäologen des National Monuments Service stellte Deenihan die Summe von 50.000 Euro zur Verfügung. “Sollte es sich wirklich als Teil der Armada herausstellen, wäre es eines der am besten erhaltenen bisher entdeckten Wracks und könnte einen großen Einblick in das Leben an Bord und den militärischen und seefahrerischen Alltag im Feldzug der Armada geben”, so Deenihan weiter.

Der größte bisherige Fund dieser Art datiert aus den 60er Jahren, als Taucher einen großen Goldschatz aus dem Wrack der Galeasse Girona, dem größten Schiff der Armada, bargen. Die Girona war der Schlacht im Ärmelkanal entkommen und im Hafen von Killybegs repariert worden. Als sie sich im Anschluss auf den Weg nach Schottland machte, lief sie nahe Dunluce Castle im County Antrim auf Grund und sank, nur neun Seeleute überlebten.

via belfasttelegraph.co.uk
Bildnachweis: wikipedia

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