Neue Notebook-Klassen kommen gut an

27. August 2011 | Von | Kategorie: Bildung

“Schriftbild – mangelhaft”…eine Alptraumnote für alle Schüler der letzten 2000 Jahre. Für 52 neue College-Schüler in Westmeath ist dieser Alptraum ausgeträumt. Die neuen Notebook-Klassen im Castlepollard Community College werden dafür wohl andere Probleme kennen lernen als ältere Semester. Nichtsdestotrotz freuen sich die etwa 12jährigen Jungs und Mädchen schon, genauso wie viele ihrer Eltern.

Schwere Schulbücher gehören für die Neuen in Castlepollard der Vergangenheit an: Statt am ersten Schultag stapelweise dicke Wälzer heim schleppen zu müssen, bekamen die Kinder gestern ihre persönlichen “Netbooks” ausgehändigt und durften erstmal alle Schulbücher fürs kommende Jahr “downloaden”. Die nächsten drei Wochen bekommen die Schüler dann erstmal einen Intensivkurs im 10-Finger-Tippen.

Am ersten Tag gings aber zunächst spielerisch zu: Die Kinder lernten, sich ein persönliches Passwort anzulegen und ihre Schulbücher auf den Laptops zu benutzen. “Es war zwar recht technisch, aber es hat Spass gemacht”, sagte Jack, einer der Schüler. Er ist sehr stolz auf sein Netbook und seine gepolsterte Tasche. Er findet, diese Ausrüstung bringt ihm Vorteile gegenüber Schülern in herkömmlichen Klassen.

Seine Schulkamerad Kristian Smith sah noch weitere Vorteile: “Die meisten Schulkinder haben heute schon schlimme Rückenschmerzen. Diese Netbooks helfen uns, indem wie weniger Unterlagen schleppen müssen.” Eine der Mütter, Glenda Stack, fand auch, es sei einfach Zeit für irische Schulen, technisch up-to-date zu sein: “Von uns wird erwartet, Führungspositionen in Europa einzunehmen. So sind wir auf dem richtigen Weg.” Die Mutter arbeitet selber in der IT-Branche und ist stolz auf ihre lokale Schule, die eine von Wenigen ist, die Technologie als wichtig erkannt haben.

In anderen Familien werden die Eltern eher von den Kindern computern lernen als umgekehrt: Patricia Hayes, ebenfalls Mutter einer Schülerin Castlepollards, feut sich schon, von ihrer Tochter Jessica etwas zu lernen. Ausserdem habe sie ihre Tochter nie zuvor so auf den ersten Schultag nach den Ferien hinfiebern gesehen, wie diesmal. Desweiteren spart Familie Hayes sogar mit dem neuen Programm: Trotz der 360 Euro Kosten für den kleinen Computer kommt sie billiger weg als die Familie ihrer Nichte in Laois – die Bücher deren Tochter kommen dieses Jahr auf 450 Euro.

Auch Direktorin Mary Coyle freut sich über die positive Reaktion auf ihre Initiative. Sogar Eltern ohne eigenen höheren Schulabschluss hätten erkannt, dass EDV-Kentnisse grundlegend für den späteren Erfolg ihrer Kinder seien. Zuletzt habe ihre Schule investiert, um in allen Klassenzimmern WLAN zu haben: “Damit ist haben wir überall in unserer Schule Computerzimmer.”

via: irishexaminer.com

Bildnachweis: flickr (by Tom Woodward)

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