Scheitert Airport DART am Geld?

3. September 2011 | Von | Kategorie: Dublin, Verkehr, Wirtschaft

Iarnród Eireann hat Verkehrsminister Leo Varadkar Pläne zum Bau einer Verlängerung der D.A.R.T. (Dublin Area Rapid Transit) zum Flughafen in Swords unterbreitet. Die rund 7 Kilometer lange Strecke soll 200 Millionen Euro kosten. Gebremst wurde der Enthusiasmus der Verkehrsplaner von Minister Varadkar, der angesichts der Finanzlage nicht garantieren wollte, ob und wenn ja welche Verkehrsprojekte in Dublin in den nächsten 5 Jahren verwirklicht werden können.

Vier Großprojekte stehen in Irlands Hauptstadt derzeit im Planungsstadium. Die Metro North, die für die geringfügig höhere Summe von drei Milliarden Euro unterirdisch ebenfalls zum Flughafen führen soll und für die bereits erste Vorarbeiten durchgeführt wurden, der unteriridische DART, der LUAS Connector und nun auch noch die DART-Anbindung an den Flughafen Dublin. Und das alles zu einem Zeitpunkt leerer Kassen.

Der Vorstoß von Irish Rail könnte dennoch attraktiv sein. Für einen Bruchteil der für die Metro North veranschlagten Summe könnte die City mit ihren Innenstadt Bahnhöfen Connolly Station, Tara Station und Pearse Station per Schiene an den Airport angebunden werden. Und von der Connolly Station sind es nur wenige Schritte zum Bus Aras, dem zentralen Busbahnhof in Dublin, der die MEtropole mit den übrigen Landesteilen verbindet.

Und statt Milliarden zu kosten, solle das 200 Millionen Euro Projekt der Wirtschaft sogar etwas einbringen, Irish Rail sprich hier von rund einer Milliarde Euro in den Kassen der irischen Wirtschaft. 9,4 Millionen Passagiere sollen den Plänen zufolge pro Jahr auf der Erweiterungsstrecke des DART in 25 Minuten vom Stadtzentrum zum Flughafen fahren, mit Nutzen für Wirtschaft, Tourismus und Umwelt. 2016 könnte die neue Teilstrecke eröffnet werden, so die Genehmigung dafür erteilt wird.

Der zuständige Minister Leo Varadkar hält sich derzeit noch bedeckt. Irland empfangen Hilfszahlungen und es sei keineswegs sicher ob überhaupt einer der großen Verkehrsprojekte in Dublin in den nächsten fünf Jahren Realität werden könne. Aussagen des Ministers zufolge würden alle Planungen auf Basis ihrer Finanzierbarkeit, ihrem Nutzen im Hinblick auf ihren Nutzen im wirtschaftlichen wie auch verkehrstechnischen Sinne geprüft und wieviele Jobs entstehen würden.

Auf Basis dieser Ergebnisse werde ein Entwicklungsplanerarbeitet, der in den kommenden Wochen vorgestellt werden wird. In diesem Plan werde geklärt, welche Infrastrukturmaßnahmen weitergeführt würden, und welche nicht.

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Bildnachweis: flickr.com / Jan Heidrich (CC-Lizenz)

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