Drogen: Tragischer Todesfall wird untersucht

4. Oktober 2011 | Von | Kategorie: Dublin, Gesundheit, Meath, Polizeibericht, Recht

Ein 18-jähriges Mädchen starb im vergangenen Jahr an einer Überdosis Heroin in Verbindung mit dem Antdepressivum Seroxat. Das Pikante daran: Das Mädchen stand unter Obhut der staatlichen HSE, in der privat geführten Redwood Extended Care Facility in Stamullen, County Meath, untergebracht und nur auf Wochenendurlaub bei der Großtante in Dublin. Eine Untersuchung vor dem Dublin Coroner’s Court bringt derzeit Licht in die Vorgänge.

Es scheint, als wäre der kurze Lebensweg des Mädchens schon vorgezeichnet gewesen. Im Alter von neun Jahren hatten die Behörden aus dem Elternhaus entfernt, weil beide Eltern drogenabhängig waren. Im Laufe seiner Jugend durchlief das Kind über 20 Heimplätze bis es schließlich in Stamullen landete. Die Unterbringung in Stamullen deutet auf eine geistige Behinderung des Mädchens hin, da besagte Einrichtung auf die Betreuung von Erwachsenen mit Hirnschädigungen (“acquired brain injuries”) spezialisiert ist. Zum Zeitpunkt ihres Todes hatte das Mädchen weniger als ein Jahr in Stamullen gelebt.

Die Untersuchung ergab, dass das Mädchen sich für einen Wochenendurlaub bei seiner Großtante in Dublin befunden hatte. Während des Aufenthalts muss das Mädchen einen Mann kennengelernt haben, denn die entscheidenden Momente spielten sich in der Wohnung von dessen Mutter ab, wohin die beiden mit dem Taxi gelangt waren.

Im Schlafzimmer zückte das Mädchen angeblich zwei Portionen Heroin, von denen sie eine rauchte, der Mann injizierte sich das Rauschgift. Beide legten sich schlafen doch in der Nacht wurde der Mann vom Schnarchen des Mädchens aufgeweckt und legte sich im Wohnzimmer schlafen. Als er das Mädchen am Morgen wecken wollte, fand er sie leblos vor, auch der herbeigerufene Notarzt konnte nurmehr den Tod des Teenagers feststellen.

Beider Obduktion fand der zuständige Pathologe Spuren von Heroin, den verschriebenen Mdeikamenten des Mädchens und extrem hohe Dosen des Antidepressivums Seroxat, das in der Kombination mit dem Heroin als ursächlich für den Tod des Mädchens angesehen wird.

Zwar sei Seroxat früher teil der Therapiemedikation des Mädchens gewesen, zum Zeitpunkt ihres Todes sei sie allerdings nicht mehr damit behandelt worden. Der behandelnde Arzt teilte mit, dass das Mädchen schon früher gedroht habe, seine Medikamente zu sammeln um Selbstmord begehen zu können. Die Untersuchung wurde vertagt.

via irishtimes.com
Bildnachweis: flickr.com / R. Alton (CC-Lizenz)

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