Rot stoppt Grün – Irlands Rugbytraum geplatzt

8. Oktober 2011 | Von | Kategorie: In aller Welt, Sport

Im Viertelfinale war Endstation. Im Stadion von Wellington fand ein über weite Strecken fahriges und unkonzentriertes irisches Team nicht den richtigen Hebel um die sicher stehende Abwehr der Waliser zu knacken. Am Ende stand es 22:10 für die Welsh Dragons, die nun im Halbfinale auf Frankreich treffen, das im zweiten Halbfinale England ausschaltete.

Trainer Declan Kidney wusste schon früh, dass seine Mannen in ihrer heutigen Form gegen die überlegen aufspielenden Waliser keine Chance haben würden. Wenn die Kameras von Zeit zu Zeit die Trainerkabine der Iren im Bild einfingen, dann sah man einen teil verzweifelten, teils resignierten Gesichtsausdruck – zumeist immer dann, wenn die Spieler in Grün mal wieder aus leichtsinnige Art und Weise den Ball vertändelt haben.

Dabei war der Enthusiasmus nach dem gewonnenen Italien-Match noch so groß gewesen. Das Viertelfinale erreicht, Wales erschien als bezwingbarer Gegner. Nunja, zumindest bis zur dritten Spielminute, als Sahne Williams nach einem fulminanten Start seiner Mannschaft mit dem Ball in die irische Endzone tauchte. Rhys Priestland erhöhte auf 7:0. Wales führte, Irland stand unter Schock.

Irland versuchte sich zu sammeln und setzte zur Aufholjagd an, doch die grünen Angriffe liefen sich immer wieder in der wie eine rote Wand stehenden walisischen Verteidigung fest. dazu kamen ein ums andere Mal Abspielfehler, die nicht nur einmal die Waliser in Ballbesitz brachten. Erst in der 25. Minute gelang es Ronan O’Gara mit einem Strafkick gewissermaßen eine Art Anschlusstreffer zu markieren, doch die Waliser erhöhten nur drei Minuten später ebenfalls durch Strafkick auf 10:3. Mehr Punkte sollten es in der ersten Halbzeit dann auch nicht mehr werden für die Iren, die zwar die meiste Zeit Ball und Spielfeld kontrollierten, aber aus ihrem Ballbesitz keinerlei Nutzen ziehen konnten.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit konnten die irischen Fans kurzzeitig Hoffnung schöpfen, als Keith Earls, der Doppelscorer aus dem Italien-Spiel, den Ball zum Versuch hinter der walisischen Linie ablegte. Zwar musste der Unparteiische den Videobeweis bemühen bevor O’Gara zum 10:10 erhöhen konnte.

Lange währte die Freude der irischen Fans nicht, denn nur fünf Minuten später segelte Wales Nummer 9 Mike Philips aus vollem Lauf in die irische Endzone, Kicker Priestland setzte den Ball dafür beim Versuch der Erhöhung an den Pfosten.

Irland steckte trotz des neuerlichen Rückstands nicht zurück, doch wie auch schon in der ersten Hälfte war kein Durchkommen durch die roten Reihen, die ihrerseits wiederum den Druck beständig aufrecht erhielten. Zu häufig waren die Fehler in den irischen Reihen – Pässe kamen nicht an, Bälle purzelten unkontrolliert aus den Händen, Irland schien völlig ovn der Rolle.

Den Todesstoß versetzten den “Boys in Green” schließlich in der 65. Minute Jonathan Davies, der auf der rechten Seite die irischen Verteidiger überlief und völlig unbedrängt seinen Versuch legen konnte. Priestland erhöhte schließlich zum Endstand von 22:10, den auch ein letztes Aufbäumen des irischen Angriffs nicht mehr zu drehen vermochte.

Wales ist verdient weiter und trifft im Halbfinale auf Frankreich. Die weiteren Halbfinalisten werden morgen zwischen Südafrika und Australien sowie zwischen Argentinien und Neuseeland ermittelt.

Bildnachweis: flickr.com / www.samcatchesides.com

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