Hohe Lehrmittelkosten: Erziehungsminister Quinn ringt Schulbuchverlagen Kompromiss ab

11. Oktober 2011 | Von | Kategorie: Bildung, Politik

Gestern traf  Erziehungsminister Ruairi Quinn Vertreter der wichtigsten Schulbuchverlage Irlands, um über Vorschläge zur Senkung der hohen Lehrmittelkosten zu diskutieren. Deutliche Rabatte konnte der Minister den Verlagen in den Gespräche abringen. Eine freiwillige Selbstverpflichtung von inzwischen acht Verlagen war ebenfalls Gesprächsthema.

Die Mehrzahl der Schulbuchverlage sagte Minister Quinn gestern zu, sie werden ab sofort Schulen mit hohen Bestellmengen Rabatte zwischen 12 und 17,5 Prozent zu gewähren. Die Nachlässe einfordern können Schulen, welche die bestellten Bücher nicht einfach an die Schüler weiterverkaufen, sondern ihren Schülern gegen Gebühr ausleihen. Auf Anregung des Ministers werden demnächst bei allen Grund- und weiterführenden Schulen laufende Leih- und Mietprogramme erfasst werden. Bereits im Vorfeld des Treffens hatte der National Parents Council dem Ministerium vorbildliche Systeme verschiedener Schulen vorgestellt. Es sollen künftig mehr Schulen von dieser Art der Lehrmittelversorgung überzeugt werden.

Die freiwillige Selbstverpflichtung der Verlage in Bezug auf Schulbücher wurde bei der Gelegenheit ebenfalls genauer umrissen: Der wichtigste Punkt war, dass es künftig innerhalb von vier Jahren nach Erscheinen eines neuen Schulbuchs keine neue Ausgabe geben werde, ausser bei Änderungen im Lehrplan oder der Prüfungsordnung. Danach werden die Ausgaben noch mindestens weitere zwei Jahre aufgelegt, sofern pro Jahr mindestens 500 Exemplare geordert werden. Das bedeutet, dass zukünftige Schulbücher garantiert für mindestens sechs Jahre gültig bleiben werden. Zusätzlich würden Änderungen an aktuellen Auflagen online zur Verfügung gestellt werden.

via: merrionstreet.ie

Bildnachweis: flickr (by Brandi Jordan)

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