Senator mit grauem Star freut sich über neue Hilfe per iPad

19. Oktober 2011 | Von | Kategorie: Politik

Senator Martin Conway wurde zum ersten Mal schon mit sechs Monaten an seinen Augen operiert. Er leidet an einer seltenen Form des grauen Stars, unter der sich die Linsen schon vor oder kurz nach der Geburt eintrüben. Nun erleichtert im sein neuer Tablet PC die Lektüre in der Arbeit.

Conway sagte gestern: “Ich bin mit diesen speziellen grauen Star auf die Welt gekommen. So, wie schon mein Vater und Grossvater. Aber ich bin der Erste aus der Familie, der es in die Politik geschafft hat.” Der Senator aus Clare sagte auch, die OP sei damals eine Pionierleistung gewesen. “Ich sehe etwa zu 20 Prozent, aber nach dem Gesetz werde ich als blind eingestuft.”

Jetzt kann der sehbehinderte Senator sich per iPad die parlamentarischen Dokumente wesentlich bequemer durchlesen: “Ich kann mit dem iPad die Schrift soweit vergrössern, dass ich die Unterlagen entspannt lesen kann.” Er dankte gestern bei der Gelegenheit Allen, die sich für ihn unterschiedliche Arbeitserleichterungen haben einfallen lassen, so beispielsweise die Bibliothek und den Forschungsservice des Parlaments: “Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass der Oireachtas willens und fähig ist, Menschen mit allen möglichen Hintergründen aufzunehmen.”

Der Senator erzählte auch, wie ihn eine ganz normale Schullaufbahn ohne jegliche Unterstützung abgehärtet habe. Ebenfalls vorweisen kann er einen Bachelor-Abschluss des University College Dublin in den Fächern Politik und Wirtschaft. Conway schaffte es 2004 zum ersten Mal in den Clare County Council. Bei seiner Wiederwahl 2009 erreichte er sogar das beste Ergebnis dieser Wahl.

via irishexaminer.com
Bildnachweis: wikipedia

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2 Kommentare auf "Senator mit grauem Star freut sich über neue Hilfe per iPad"

  1. Bernd sagt:

    Hat Apple für diese PR bezahlt?

    Einmal ganz ehrlich: Leselupen und -geräte für solche Behinderte gibt es schon lange Zeit. Auch ein herkömmlicher PC oder ein Laptop erreicht eine dementsprechende Vergrösserung (abgesehen davon, dass die Monitore dann grösser als beim iPad sind).

    Wer erstmal das iPad braucht, um sich mit den Segnungen der Technologie für Sehbehinderte vertraut zu machen … der ist in meinen Augen fast ein iDiot.

    • Jo sagt:

      Hallo Bernd,
      Nach meiner privaten Meinung gefragt, rennst Du bei mir bezüglich der Auswahl dieses speziellen Fabrikats ja offene Scheunentore ein ;-)
      Aber vom Parlament ist es im Prinzip dennoch aufmerksam, dem sehbehinderten Senator zu unter die Ame zu greifen. Klar gibt es solch analoge Hilfsmittel wie Lupen in passender Grösse und Vergrösserung, die nicht einmal allzu sehr verzerren. Die kosten aber teils mehr als ein Tablett PC.
      Aber sicher hätte es auch andere Hersteller gegeben, die Herrn Conway zur Seite gesprungen wären, da sollte das Parlament mal in sich gehen. Schliesslich ist der Senator ja sehbehindert – und nicht Appleleptiker :-D

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