Nordirland: Gesundheitsministerium lässt Kinderhilfsstiftung mittellos sitzen

26. Oktober 2011 | Von | Kategorie: Nordirland

Dem “Family Fund” ist diese Woche das Geld ausgegangen. Die Stiftung kümmert sich schon seit 38 Jahren um behinderte und schwerkranke Kinder und deren Familien. Damit ist bis Ende 2011 erst einmal Schluss. Januar kommt wieder frisches Geld vom Staat. Ein zusammengestrichener Etat und mehr hilfsbedürftige Kinder  treffen in dieser Zeit von Finanz- und Wirtschaftsproblemen aufeinander.

Das vorläufige Aussetzen der Hilfsgelder musste die Stiftung der Öffentlichkeit mit Bedauern mitteilen, nachdem die staatlichen Zuschüsse, welche dieses Jahr um elf Prozent zusammengestrichen worden waren, nicht ausreichten um bis Ende des Jahres alle der 19 Prozent mehr Anfragen bedienen zu können. Seit dieser Woche können die bedürftigen Familien dieses Jahr nicht mehr auf Geld für Krankenhausbesuche bei schwerkranken Kindern, für Kleidung, Betten oder eine neue Waschmaschine hoffen. Noch letztes Jahr half der Family Fund insgesamt 2833 mal in solchen Notlagen.

Der in der Stiftung für Nordirland zuständige Eddie Casement sagte, man sei sehr betroffen von der Situation und versuche, die negativen Auswirkungen auf die Familien so gering wie möglich zu halten. “Wir wussten, dass der Moment kommen würde: Wir bekommen unsere staatlichen Gelder pro Quartal – aber diesmal haben wir die Mittel schon weit vor Ende des laufenden Quartals aufgebraucht. Nach Erhalt der nächsten Zahlungen geht es weiter mit den Hilfsgeldern. Alle liegen gebliebenen Anträge arbeiten wir dann nach dem Eingangsdatum ab.”

via: bbc.co.uk

Bildnachweis: flickr (by Honza Soukup)

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Ein Kommentar auf "Nordirland: Gesundheitsministerium lässt Kinderhilfsstiftung mittellos sitzen"

  1. Bernd sagt:

    Irgendwo auch nachdenklich machend, oder? Ausgehend von den Zahlen (11% Kürzungen, 19% mehr Anträge) hätte der Family Fund unter denselben Bedingungen wie vorher eigentlich noch bis zum Nikolaustag Geld gehabt.

    Dass die Kasse in weitaus weniger als der halben Zeit geleert wurde … spricht für schlechtes Wirtschaften und das Prinzip “Wer zuerst kommt, dem zahlen wir zuerst!”

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