Bescheiden: Präsident Higgins akzeptiert Gehaltskürzung

31. Oktober 2011 | Von | Kategorie: Menschliches, Politik

Mit Bescheidenheit macht der kommende Präsident Irlands, Michael D. Higgins, gleich zum Einstieg ins Amt von sich reden. Er gibt sich zufrieden mit einer Gehaltskürzung von immerhin 75.000 Euro, ohne aufzumurren. Er folgt dabei seiner Vorgängerin Mary McAleese in ihren Fussstapfen. McAleese war mit einem monatlichen Gehalt von 325.507 Euro ins Präsidentenamt gestartet, hatte sich aber später freiwillig eine Kürzung auf 250.000 Euro auferlegt.

Higgins könnte gegen die von der Regierung festgelegten 249.014 Euro angehen. Sein Verzicht auf eine solche Diskussion passt gut zu seiner Äusserung, er wolle in seiner Amtszeit gegen die Vorstellungen angehen, die hinter der aktuellen Wirtschaftskrise stecken. Bekräftigend sagte er: “Ich habe mein Lebtag für Werte gelebt. Und das ist auch das Mindeste, was man von meiner Präsidentschaft erwarten kann.” Sein Gehaltsverzicht zeigt den Bürgern, dass der neue Präsident mit Taten und gutem Vorbild vorangeht und lässt gleichzeitig auf mehr hoffen.

Ebenso konsequent wiederholte er ein Versprechen aus der Wahlkampfzeit: Er werde nicht mit 77 Jahren zur Wiederwahl antreten. Trotz dieser eindeutigen Ansage wollte der 70jährige Kandidat keine Diskussion aufkommen lassen, ob er denn eine volle Amtszeit überhaupt durchhalten könne. Noch letztes Jahr hatte er sich auf einer Reise nach Kolumbien sein Knie verletzt. Dennoch nahm er insgesant etwa 28.000km Wahlkampftour auf sich, ohne einen einzigen Krankheitstag.

Den Schlüssel zu seinem Überraschungserfolg bei der Präsidentschaftswahl bezeichneten die Strategieexperten Labour Partei:  Higgins “Nerven aus Stahl”. Anstatt sich in die Auseinandersetzungen um die Spendenaffäre seines Konkurrenten Sean Gallagher zu verheddern, behielt Higgins die Ruhe. Diese als überparteilich wahrgenommene Ruhe diente seinem guten Ansehen bei den Wählern. Sein Wahlkampfteam hatte sich zwar überlegt, ob man Higgins in den Ring schicken sollte, entschied sich jedoch dagegen. Irgendein anderer Kandidat würde sich bestimmt einlassen auf die Schlammschlacht – und das Higgins-Team behielt mit seiner Einschätzung Recht.

via independent.ie
Bildnachweis: flickr.com / William Murphy

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