Reiseführer-Autor: “Killarney doch nicht so schlimm”

14. November 2011 | Von | Kategorie: Kerry

Hat heute ein Pub nur noch mit facebook-Fans eine Chance?

Vor elf Jahren sorgte der Reiseführer-Autor und Restaurant-Krititker John McKenna für Wirbel mit seinem Urteil über Killarney, die Stadt sei am schönsten “im Rückspiegel”. Inzwischen hat er seine Meinung geändert und gibt zu, dass sich Killarney mittlerweile zur “Tourismus-Hauptstadt der Insel” gemausert hat. Bei einem Vortrag in Killarney vor der lokalen Wirtschaft verteilte er diesmal sowohl Kritik als auch Lob.

Als Autor beim Bridgestone-Reiseführer haben McKennas Urteile nicht nur viel Gewicht, er trägt auch viel Verantwortung. Als Redner in Killarneys Toruismus- und Handelskammer kam er dieser nach: Heisse Tipps zu den aktuellen Tourismustrends konnten die Unternehmer gut brauchen, nachdem gleich mehrere Pleiten innerhalb weniger Wochen die lokale Wirtschaft momentan zittern lassen.

McKenna klopfte die harten Geschäftsleute dann auch erstmal weich – man dürfe sich nicht auf seinen Lorbeeren und der tollen Landschaft ausruhen: Killarney ist im Augenblick der wichtigste Touristenort. Aber vergessen Sie nicht: Fianna Fáil war früher die wichtigste Partei und die Kirche war früher, wo man Alle Sonntags zuverlässig finden konnte.” Das Pub-Sterben macht McKenna besondere Sorgen. Grund dafür könnte sein, dass es zwar viele individuell geführte Pubs gäbe, aber im Prinzip alle das Gleiche auf der Karte hätten. Es gäbe keinen Grund für die Touristen, ein spezielles Pub zu bevorzugen.

Ein weiterer Punkt an, dem viele Unternehmen scheiterten, sei heute das soziale Internet, warnte der Reiseautor: “Jedermann ist heutzutage bei Facebook, twitter oder TripAdvisor. Man muss mitmachen, statt diese Felder zu ignorieren. Wenn heute jemand Ihr Hotel nicht gut fand, twittert die Person das noch auf der Türschwelle in alle Welt.” Auch wenn McKenna betonte, er selber lehne TripAdvisor als Bewertungsportal ab, so müsse man im Lichte dieser Entwicklungen jeden einzelnen Kunden als potentiellen Kritiker umgarnen.

via: irishexaminer.com

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