Kindergeldkürzungen? Kenny weicht aus

22. November 2011 | Von | Kategorie: Gesellschaft

Das Schaffen neuer Jobs sowie der Schutz der Schwachen stehen für Regierungschef Enda Kenne im Mittelpunkt der ersten Haushaltsberatungen im Kabinett. Kenny spielte aber zugleich Spekulationen über eine Kürzung des Kindergelds im Rahmen der 3,8 Milliarden-Sparbemühungen herunter. Diesen Spekulationen zufolge sollen Kürzungen von bis zu 10 Euro pro Monat zur Debatte stehen, was als schwerer Schlag für Familien mit mittleren und niedrigen Einkommen gelten würde.

“Alles was ich hier höre, ist reine Spekulation, das Kabinett hat noch keinerlei Detailentscheidungen gefällt, betonte Kenny zum Beginn der Haushaltsberatungen. “Die Vorbereitung des Haushalts ist immer eine sensible und schwere Angelegenheit, wenn es darum geht 3,8 Milliarden Euro aus der Wirtschaft zu nehmen. Es wäre schön, hier stehen zu können und zu sagen es ist alles eitel Sonnenschein. Aber es ist eben nicht eitel Sonnenschein und die Regierung hat eine Reihe schwerer Entscheidungen zu treffen und dabei die Balance zwischen dem Schaffen neuer Jobs und dem Schutz der gesellschaftlich Schwachen zu wahren.”

Neben den Kindergeldkürzungen gab es auch Spekulationen von Einschnitten beim Arbeitslosengeld, das um 8 Euro pro Woche gekürzt werden könnte.

Unterdessen hat sich auch das Enfant terrible der irischen Wirtschaftswelt, Ryanair-Boss Michael O’Leary zum Thema “Kindergeld” zu Wort gemeldet. Am Rande der Ankündigung neuer Linien seiner Fluggesellschaft fordert die die Abschaffung des Kindergelds, sei es doch nur eine staatliche Subventionierung von Sex.

“Wir leihen uns 1,3 Milliarden von europäischen Banken und Regierungen nur dass der Staat mir und meiner Frau für vier Kinder Kindergeld zahlen kann, das wir gar nicht brauchen”, kritisiert O’Leary. “Wir sollten das komplett abschaffen. Natürlich gibt es Menschen mit niedrigeren Einkommen, denen man diese Gelder zukommen lassen muss, etwa durch Zusatzleistungen zum Einkommen oder Alleinerziehergeldern mit denen speziell Menschen mit sehr niedrigen Einkommen gefördert würden.”

via independent.ie
Bildnachweis: flickr.com / europeanpeoplesparty

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