Neuer Korruptionsatlas sieht Irland auf falschem Weg

1. Dezember 2011 | Von | Kategorie: Politik

Fünf Plätze eingebüsst hat Irland im neusten Korruptionsatlas der Bürgerrechtsorganisation Transparency International. Letztes Jahr nahm Irland noch den 14. Rang ein, welchen dieses Mal Deutschland besetzt. Der Atlas wird bestimmt aus unterschiedlichen Faktoren wie Anti-Korruptionsgesetze, Zugang zu Informationen und Interessenkonflikten.

Der Korruptionsindex verteilt Punkte von Null bis zehn. Angeführt wird die Liste vom am wenigsten korrupten Land diesen Jahres, Neuseeland, mit 9,5 Punkten. Während Irland letztes Jahr noch 8 Punkte einheimsen konnte, sind es diesmal nur 7,5, wie zum Beispiel auch Belgien. Schlusslichter des neusten Reports sind Somalia und Nordkorea.

Weshalb sollte Irland darauf achten, in dieser international bekannten Rangliste einen guten Platz  zu halten? Vor Allem internationale Investoren lesen den Report aufmerksam – diese könnte eine schlechte Platzierung abschrecken. John Devitts, der Irland-Chef von Transparency International dazu: “Irlands guter Ruf hat unter den Folgen eines Interessen-Kartells von Bankern, Wirtschaftselite und Politikern gelitten.”

Unter den europäischen  Ländern, die am schlechtesten wegkommen, sind im aktuellen Bericht jene, die auch von der globalen Finanzkrise am härtesten betroffen sind. Gründe dafür sieht Transparency unter anderem in der Unfähigkeit dieser Länder, Korruption und Steuerflucht einen Riegel vorzuschieben. Auf der anderen Seite sieht man auch gerade bei den Ländern, die den Kampf gegen Korruption ernst nehmen, dass es sich fast immer auch um wirtschaftlich erfolgreiche Länder handelt. Insofern sollte Irland den Wink mit dem Zaunpfahl ebenfalls ernst nehmen.

via: rte.ie und transparency.org

Bildnachweis: flickr (by PropagandaTimes)

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