21 Prozent der Iren waren noch nie im Internet

15. Dezember 2011 | Von | Kategorie: Internet

Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat zeigen, dass bis heute, im Vernetzungszeitalter, noch immer 21 Prozent der Iren zwischen 16 und 74 noch nie das Internet benutzt haben. Im Vergleich zu Schweden, wo gerade einmal fünf Prozent noch im Internet waren, sieht der Wert vielleicht rückständig aus. Im Verhältnis zu Griechenland mit 45 Prozent Web-Anfängern steht Irland dennoch prima da.

Noch 2006 sah es in Irland recht griechisch aus: Damals hatten noch 42 Prozent der Bevölkerung noch nie vor einem Webbrowser gesessen. Auch viel besser geworden ist die Versorgung mit privatem Zugang zum Internet, den heute 78 Prozent der Haushalte haben, im Vergleich zu 50 Prozent im Jahre 2006. Gerade beim schnellen Internet legten die Iren kräftig zu: Von 13 Prozent 2006 auf 65 Prozent der Haushalte 2011 schoss die Breitbandnutzung empor. Bis die 86 schwedischen Prozent Breitbandanschluss erreicht werden, gibt es aber noch Wachstumsmöglichkeiten.

Eine Umfrage des irischen Statistikbüros hat ergeben, dass immerhin die Hälfte der heute noch ohne Internet lebenden Iren sagen, sie kämen einfach auch ohne aus. Allerdings sagte auch viele der Befragten, sie hätten zu wenige Computerkenntnisse oder zu geringes Selbstvertrauen, es zu lernen.

via: irishexaminer.com

Bildnachweis: flickr (by code_martial)

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2 Kommentare auf "21 Prozent der Iren waren noch nie im Internet"

  1. Bernd sagt:

    Ho-ho-ho …

    “Gerade beim schnellen Internet per DSL oder Kabel haben die Iren in den letzten fünf Jahre nichts anbrennen lassen: Von 13 Prozent 2006 auf 65 Prozent der Haushalte 2011 schlossen die Techniker fleissig neue Kunden an, was die Kabeltrommeln hergaben. ”

    Im Originaltext:

    “About 65% of Irish homes were found to have a broadband connection, against 13% in 2006.”

    Von DSL und Kabeln ist da nichts zu lesen – denn das würde auch ein vollkommen falsches Bild zeichnen. Tatsächlich ist der Anstieg der Breitband-Verbindungen keineswegs auf Strippenzieher zurückzuführen, sondern auf drahtlose Vebrindungstechnologie.

    Da sich die Regierung schon vor langer Zeit nicht mehr in der Lage sah, eben DSL per Kabel ins Land zu bringen, wurde sogar die Telefongesellschaft Three mit dem “National Broadband Scheme” betraut – einer subventionierten Breitband-Verbindung über USB-Stick und Funksignal.

  2. majo sagt:

    Hallo Bernd, vielen Dank für Deinen interessanten Hinweis. Wir haben den Artikel korrigiert. Dass die Internetversorgung in Irland eher so läuft wie in Afrika überrascht. Andererseits, mit Datenraten ähnlich DSL6000 kann der UMTS Stick heute ja auch Einiges bieten. Auf dem Lande wirds sicher weniger sein, aber das ist ja auch in Deutschland so, trotz DSL Leitung im Boden.

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